SOLIT Newsletter vom 3. Februar 2011

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Solit Kapital News

Hamburg, 03. Februar 2011

SOLIT Gold & Silber News - Februar 2011

Edelmetallhausse beendet? Physische Nachfrage explodiert!


Ungeachtet der aktuellen Preiskorrekturen an den Terminmärkten für Gold und Silber bewegt sich die reale physische Nachfrage nach Barren und Münzen auf historischen Höchstständen. Lediglich aus Edelmetall-Wertpapieren (ETF, ETC, Zertifikate etc.) und aus Terminkontrakten ziehen sich einige Anleger zurück. Vor allem kurzfristig orientierte Anleger und Spekulanten nutzen diese Instrumente, um Gewinne zu realisieren und, wie nach jeder Korrektur in dem seit 2001 laufenden Edelmetall-Zyklus, um zu einem späteren Zeitpunkt mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder einzusteigen.

Anleger, die hingegen direkt Münzen und Barren kaufen, engagieren sich in der Regel aus anderen Erwägungen heraus. Die Hauptmotivation für den Kauf von physischen Edelmetallen ist oftmals die Absicherung des Vermögens gegen Inflation, Staatskrisen und Währungsturbulenzen. Die zuletzt deutlich anziehende Teuerung, v.a. bei Energie und Nahrungsmitteln, sowie die sich zuspitzende geopolitische Lage in Nordafrika/ Arabien (Ägypten, Tunesien, Algerien, Sudan, Jemen, Saudi-Arabien etc.) führen den Anlegern erneut die Notwendigkeit von Edelmetallinvestments vor Augen. In Anbetracht der nun einsetzenden sehr hohen Inflationsdynamik in Süd-Ost-Asien steigt die Nachfrage nach Edelmetall auch dort besonders stark. Dazu anbei die Entwicklung der Silberimporte Chinas, die 2010 sprunghaft angestiegen sind:


Quelle: Sumitomo Mitsui Financial Group/ Grafik: Solit Kapital

Ein weiterer Beleg für die steigende physische Nachfrage trotz aktueller Preiskorrektur sind die Januarabsatzzahlen einer der weltweit populärsten Silberanlagemünzen, dem US Silver Eagle:


Quelle: United States Mint/ Grafik: Solit Kapital

Der Januar 2011 war nicht nur der stärkste Jahresauftakt seit Datenerhebung, sondern auch der stärkste Absatzmonat für Silbermünzen aller Zeiten. Auch unsere hauseigenen Zahlen bestätigen die Robustheit der physischen Nachfrage (Gold- und Silbervolumen kumulieret):


Quelle: Solit Kapital/ Grafik: Solit Kapital

Speziell die Silbernachfrage bleibt von den Preisrückgängen unbeeindruckt. Bei der Betrachtung des gesamten Silbermarktes fällt auf, dass im Gegensatz zu den kurzfristigen Anlegern die physisch orientierten Investoren die Preisnachlässe bei dem Edelmetall nutzen, um Bestände auszubauen.

Neben den privaten Investoren stocken auch staatliche Notenbanken und staatliche Vermögensverwaltungsfonds (Sovereign Wealth Funds) ihre Edelmetallbestände konsequent weiter auf. Zuletzt ließ der zweite Vorsitzende der russischen Zentralbank (BoR), Georgy Luntovsky, verlautbaren, dass die Notenbank jährlich mind. 100 Tonnen Gold kaufen werde. Die russische Zentralbank erhöhte ihre Goldbestände allein im Januar dieses Jahres um 23,9% auf nun 790 Tonnen.

Lassen Sie sich bei der konsequenten Umsetzung Ihrer Vermögensstrategie nicht von kurzfristigen Preisschwankungen an den Terminmärkten irritieren. Die globalen ökonomischen Ungleichgewichte und die sich zunehmend manifestierende Teuerungsdynamik als Nebenwirkung der geldpolitischen Insolvenzverschleppung in Teilen Europas und den USA machen den Besitz von physischen Edelmetallen unumgänglich. Gold und Silber sind die härtesten Währungen der Welt, seit über 5.000 Jahren. Da die Währungshüter der Notenbanken zu unberechenbaren Währungskriegern mutiert sind, müssen Sie den Kaufkraftschutz Ihres Vermögens selbst in die Hand nehmen. Gold und Silber sind wichtige Bestandteile dieser Strategie.

Es grüßen Sie

Karsten Dümmler, Geschäftsführer

Robert Vitye, Geschäftsführer



Themenübersicht:


Gold & Silber - aktuelle Marktlage


In der Berichtsperiode traten die monetären Edelmetalle nach monatelangen dynamischen Preisanstiegen in eine Konsolidierungsphase ein. Der Goldpreis gab in Euro gerechnet in der Spitze von 1.069,90/Unze (31,12g) auf 957,80/Unze um 10,5% nach. Der Silberpreis verlor etwas deutlicher und gab in der Spitze in Euro gerechnet von 23,20/Unze auf 19,44/Unze um 16,2% nach. Aktuell stabilisieren sich die Kurse auf leicht höheren Niveaus.
 

Quelle: Thomson Reuters Datastream

Das Chartbild der beiden Edelmetalle sieht nach wie vor sehr konstruktiv aus und lässt im Rahmen der seit 2001 etablierten Aufwärtstrends sogar weiteren Korrekturspielraum zu, ohne dass der Aufwärtstrend an sich in Gefahr ist. Mehr zur charttechnischen Situation erfahren Sie in unserer Online-Konferenz am 8. Februar (Anmeldelink am Ende des Newsletters).

Das wirtschaftliche Umfeld spricht mehr denn je für den Besitz von physischen Edelmetallen. Wie bereits im Dezember-Newsletter erläutert, gewinnt die Teuerung immer mehr an Dynamik. Im Januar verteuerte sich der deutsche Warenkorb laut Wiesbadener Bundestatistiker um 1,9% gegenüber dem Vorjahr. Für Europa lag die analog berechnete Teuerungsrate bei +2,4%.

Diese Berechnungsmethode ist allerdings streitbar, da sie die Häufigkeit des Warenerwerbs und die unterschiedlichen Kaufgewohnheiten der verschiedenen Einkommensschichten nicht berücksichtigt. Artikel des täglichen Bedarfs werden z.B. öfter gekauft als Plasmafernseher. Nahrungsmittel und Energie finden in der berechneten „Kerninflation“ des Statistikamtes aber kaum Berücksichtigung, da sie angeblich zu schwankungsanfällig sind.

Leider „schwanken“ diese Preise seit Jahren nur in eine Richtung – nach oben. So kostete das Fass Rohöl 1999 noch 9 USD, heute das Zehnfache. Das gleiche gilt für administrative Preise (Gebühren und Abgaben) sowie für viele Grundnahrungsmittel. So ermittelte kürzlich das Schweizer Forschungszentrum für Wirtschaftsstatistik eine Teuerungsrate, berechnet nach der Kaufhäufigkeit der Waren, von 5,2% für Deutschland. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) kommt zu ähnlichen Ergebnissen und erwartet für die nächsten Jahre zweistellige Teuerungsraten.

Wir hatten in der Vergangenheit bereits des Öfteren die Ursachen der zunehmenden Inflation genannt und die Kausalkette dargelegt zwischen 
  1. Massiver Geldmengenausweitung durch Notenbanken zur Beherrschung der Schuldenkrise,
  2. Überflutung der Finanzmärkte mit de facto Gratisliquidität (1% Festzinstender für 12 Monate für Geschäfts- und Investmentbanken),
  3. Dynamischer Preisanstieg der börsennotierten Vermögenswerte inkl. aller Rohstoffgattungen,
  4. Überwälzung der höheren Preise für Grundstoffe über die gesamte Wertschöpfungskette bis in den Supermarkt,
  5. Gleichzeitigem massivem Anstieg der administrativen Preise wegen leerer Staatskassen.
Der Zusammenhang zwischen steigenden Grundstoffpreisen und steigender Teuerung ist unverkennbar (sogar gemäß offizieller, realitätsferner Berechnungsmethode):


Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Thomson Reuters Datastream

Wie angespannt die Schuldenkrise nach wie vor ist, zeigt die Tatsache, dass die Notenbänker sich nicht einmal trauen, die historisch niedrigen Zinsen auch nur auf das Niveau der von ihnen selbst berechneten „Kerninflation“ anzuheben mit der Folge, dass die Realzinsen aktuell tatsächlich negativ sind:


Quelle: Thomson Reuters Datastream
 
Dieses Phänomen ist in der Wirtschaftsgeschichte äußerst selten und ist Ausdruck einer künstlichen Verzerrung des Zinsniveaus durch Anleihekäufe mit Geld aus der digitalen Notenbankpresse. Fakt ist, dass Anleihebesitzer so nach Abzug der Teuerung und der Steuern permanent enteignet werden und sogar die Tilgung der Restschuld im Falle der Schuldnerländer in den Sternen steht. In der Folge finden zunehmend Umschichtungen in Sachwerte (Aktien, Edelmetalle, Rohstoffe) auf der Jagd nach Rendite und zur Vermeidung von Schuldnerrisiken statt. Daraus wiederum resultieren weiter steigende Preise für Grundstoffe. Wie gravierend real negative Zinsen zum Beispiel auf den Goldpreis einwirken, zeigt eine Studie der Deutschen Bank über einen Zeitraum von 36 Jahren:


Quelle: Bloomberg, Deutsche Bank (1972-2008)

In Anbetracht der permanent zunehmenden Staatsverschuldung, auch in Deutschland, werden die Notenbänker weiterhin vor massiven Zinssteigerungen zur Inflationsbekämpfung zurückschrecken. Der Bankrott vieler Staaten, Unternehmen und Haushalte (v.a. Hypothekenschuldner) wäre vorprogrammiert. Allein Italien gab 2010 52% seines Staatsbudgets nur für Zinsen aus. Da bleibt den geldpolitischen Zentralplanern von der Europäischen Zentralbank (EZB) wenig Spielraum zur Inflationsbekämpfung durch Zinserhöhungen auf ein real positives Niveau. Es sei denn, man nimmt eine tiefe Rezession und den beschleunigten Zerfall des europäischen Währungsraums in Kauf. Aber auch in diesem unwahrscheinlichen Szenario stark steigender Zinsen wäre der Besitz von Edelmetallen in Anbetracht der dann einsetzenden systemischen Risiken eine intelligente Strategie zum Schutz des eigenen Vermögens.


Online-Konferenz: Edelmetalle im Korrekturmodus – Ursachen und Perspektive


Nach fulminanten Preisanstiegen bei den monetären Edelmetallen Gold und Silber kam es zuletzt zu Preiskorrekturen. Edelmetallexperte und Chefökonom Hannes Zipfel erläutert in einer interaktiven Onlinekonferenz die aktuelle Lage an den Märkten und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung von Gold und Silber. Die Onlinekonferenz ist eine Kombination aus Telefonkonferenz und Online-Präsentation.

Datum: Dienstag, 8. Februar 2011
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Dauer: 45 Minuten inkl. 15 Minuten Fragerunde
Kosten: kostenfrei (wir übernehmen die Telefongebühren und rufen Sie an)

Agenda
  • Aktuelle Lage am Gold- und Silbermarkt
  • Ursachen der jüngsten Preiskorrektur
  • Physische Nachfrage vs. Terminmarkt & Finanzprodukte
  •  Technische Verfassung des Marktes
  • Sentiment-Analyse
  • Zeitliches und prozentuales Korrekturpotenzial
  • Trendprognose und mittelfristige Preisziele
  • Adäquate Anlagestrategie
Über folgenden Link können Sie sich für die kostenfreie Online-Konferenz anmelden: http://www.anmelden.org/goldundsilber/


Informationen zum Referenten:
 
Hannes Zipfel wurde zum 1. Januar diesen Jahres in den Vorstand des Solit-Gesellschafters VSP Financial Services AG berufen. Er steht fortan mit seiner ökonomischen Expertise sowie seinem fundierten Edelmetallwissen der Solit Kapital als Gold- und Silberanalyst zur Verfügung.


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