SOLIT Newsletter vom 9. März 2011

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Solit Kapital News

Hamburg, 09. März 2011

SOLIT Gold & Silber News - März 2011

Sehr geehrter Herr Mustermann,

anlässlich der Pressekonferenz im Anschluss an die EZB-Ratssitzung am vergangenen Donnerstag überraschte der europäische Notenbankchef Jean-Claude Trichet die anwesenden Journalisten mit einer 180-Grad-Wende bezüglich seiner Inflationserwartung und der vagen Ankündigung einer Zinserhöhung bereits im April. Noch auf der vorletzten Pressekonferenz im Februar sah Trichet keinerlei Inflationsgefahren und tat den dynamischen Teuerungsschub auf nun offiziell 2,3% gegenüber Vorjahr als „Preisbuckel“ ab, der sich bereits Ende des Jahres wieder abbauen würde.

Davon abgesehen, dass sich dieser „Preisbuckel“, der hauptsächlich von den Grundstoffen ausgeht, mit kurzer Unterbrechung während der Finanzkrise bereits seit 12 Jahren fortsetzt, verschweigt Herr Trichet, dass dieser „Preisbuckel“ auch hausgemacht ist. Wenn eine Notenbank, die wie im Falle der EZB ausschließlich der Geldwertstabilität verpflichtet ist, mit ungedecktem Digitalgeld nur so um sich wirft, dann darf sie sich nicht wundern, wenn die Preise für knappe Ressourcen steigen. Da nützt es auch nichts, wenn die Herren aus dem Eurotower diesen beispiellosen Geldschöpfungsakt technokratisch verharmlosend als „Quantitative Easing“ oder „Festzinstender mit Vollzuteilung“ beschreiben. Was im Klartext bedeutet: Geld drucken, um Staatsanleihen zu kaufen und jeder Bank in Europa so viel Geld zu leihen, wie gewünscht, ohne werthaltige Sicherheiten hinterlegen zu müssen und das zu lediglich 1% Kreditzins pro Jahr, bonitätsunabhängig.

Die Konsequenz: Die Geschäftsbanken nutzen diese extrem billigen Kredite für den Eigenhandel (sog. Nostrogeschäft), auch in den engen Rohstoffmärkten. Dort muss man nur genug Liquidität einsetzen, um das gewünschte Kursergebnis zu erzielen. Diese Tatsache ist den Herren aus dem Zentralbankkomitee aber wohl durchaus bewusst. Abgesehen von einer möglichen Minizinserhöhung im April um 25 Basispunkte (0,25%) und evtl. noch zwei, drei weiteren Minischritten, wird an der Liquiditätsflutung nämlich vorerst festgehalten. Die Banken sind noch lange nicht aus der Krise heraus, wie u.a. die aktuelle Diskussion um einen realistischeren Bankenstresstest zeigt. Die anhaltende Subventionierung des Geschäftsmodells der Banken durch die EZB ist für viele Institute schlicht lebensnotwendig. Ein Großteil der Bankenerträge stammt aus dem Eigenhandel, wie die Gewinnaufschlüsselung der Großbanken eindrucksvoll zeigt. Das Kreditgeschäft bleibt schwach, in den Bilanzen schlummern toxische Anleihen und der Bondmarkt ist im freien Fall. Ein echtes Dilemma für die um die Bankenstabilität besorgte Zentralbank, die sich nun auch noch mit lebenserhaltenden Maßnahmen für de facto bankrotte EU-Staaten herumschlagen muss. Das Thema Geldwertstabilität ist da schon lange abgehakt und die jetzige Zinsanhebungsankündigung nur eine Nebelkerze.

So begründete Trichet die mögliche Zinserhöhung auch nicht mit dem Ausstieg aus der extrem laxen Geldpolitik. Er kennt die Problemlage und die Abhängigkeiten von eben dieser Liquidität ja nur zu gut. Vielmehr wollte er die Maßnahme als Abschreckung für zu hohe Tarifabschlüsse in Deutschland verstanden wissen, um Zweitrundeneffekte zu vermeiden (Lohn-Preis-Spirale). In Anbetracht steigender Preise für Energie, Grundnahrungsmittel, Abgaben/Gebühren, Transport, Tabak etc. sowie zum Teil erheblicher Gewinnsteigerungen bei den Unternehmen wird sich niemand von einem Herrn Trichet von höheren Lohnforderungen abhalten lassen.

Es grüßen Sie

Karsten Dümmler

Robert Vitye


Themenübersicht:

Linkpfeil Bedeutet die Zinswende das Ende der Edelmetallhausse?


Linkpfeil Gold und Silber - aktuelle Marktlage und Preispotenziale


Linkpfeil Online-Konferenz: SOLIT erweitert Partizipationschancen an Silber-Hausse - Exklusivvertrieb des FS Gold & Silver Reserve Minenfonds





Bedeutet die Zinswende das Ende der Edelmetallhausse?


Die jüngst vom Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) vage in Aussicht gestellte Zinserhöhung im April veranlasste viele Wirtschaftsmedien und Marktteilnehmer zu der Prognose, dass nun die Zinswende beginne und zinslosen Investments, wie zum Beispiel Edelmetallen, die letzte Stunde geschlagen hätte. Aber ist eine echte Zinswende überhaupt zu erwarten und stimmt die These, dass steigende Nominalzinsen Gift für Edelmetallinvestments seien?

Als erstes lässt sich feststellen, dass die Zinsen seit 30 Jahren fallen, und zwar zyklusübergreifend. In Japan gibt es seit 15 Jahren gar keinen Zinszyklus mehr, die Gesamtverschuldung ist zu hoch und viele Banken ohne Zinssubvention nach wie vor nicht überlebensfähig. Schaut man nach Europa und betrachtet v.a. die Verschuldung der Peripheriestaaten sowie die hochtoxischen Anleiheportfolios der Banken- und Versicherungsbranche, dann sitzen auch wir längst in einer Zinsfalle á la Japan.


Quelle: Thomson Reuters Datastream | Grafik: Solit

Wie dramatisch die Lage an der Zinsfront wirklich ist, offenbart jedoch erst ein Blick auf den Realzins. Also der Zins, der übrig bleibt, wenn man die offizielle Teuerungsrate abzieht.


Quelle: Thomson Reuters Datastream | Grafik: Solit

Hier wird sichtbar, dass die Zinsen in der Realität negativ sind. Selbst wenn die EZB den Leitzins in fünf aufeinander folgenden Zinsschritten á 25 Basispunkte, also gemäß der Amplitude der letzten Zinsschritte, nach oben, anheben würde, wäre der reale Leitzins (aktuell 1%) gemessen an der Teuerung (aktuell 2,3%) immer noch unter Null, vorausgesetzt, die Teuerung bliebe konstant. Dies ist jedoch unwahrscheinlich, da der jüngste Preisschub bei Nahrungsmitteln und Energie sowie die daraus resultierenden Folgeeffekte (steigende Transport- und Gastronomiepreise etc.) erst in den kommenden Monaten spürbar werden, die Teuerung also tendenziell weiter steigt.

Sehr weit wird die EZB in diesem Zinszyklus also nicht kommen, ohne einen Schuldenkollaps zu provozieren. Teuerung hier, Überschuldung da – eine echte Zwickmühle.

So wundert es auch nicht, dass die Nachfrage nach Edelmetallen in Anbetracht der Gesamtgemengelage weiter zunimmt und die Preise für monetäre Edelmetalle nur einen Tag nach der vagen Zinserhöhungsankündigung Trichets ihre Vortagsverluste wett machten und auf US-Dollarbasis sogar neue Allzeithöchststände im Fall von Gold und ein Dreißigjahreshoch im Fall von Silber erreichten.

Übrigens war dieses Phänomen schon im letzten Zinszyklus zu beobachten. Während der europäische Leitzins von 2005 bis 2008 um 200 Basispunkte (+2,00%) angehoben wurde, legten die Preise für die zinslosen Edelmetalle signifikant zu (Gold +80%, Silber +138%).


Quelle: Thomson Reuters Datastream | Grafik: Solit

Vor allem die sehr starke physische Nachfrage in den südostasiatischen Schwellenländern, bedingt durch Wohlstandseffekte, und die Angst vor Inflation ließ die Hausse nicht abreißen. Heute gesellen sich weitere schwerwiegende Faktoren zu der Notwendigkeit, Edelmetalle als Portfoliobestandteil zu halten:
  1. Negative Realzinsen
  2. Flucht aus Staatsanleihen
  3. Angespannte Versorgungslage
  4. Explosion der Notenbankgeldmenge
  5. Starke Verteuerung knapper Ressourcen
  6. Globale ökonomische Ungleichgewichte in historischer Dimension
  7. Währungskrieg zwischen US-Dollar, Yuan, Yen, Euro, Rubel, Real etc.
  8. Gesamtwirtschaftliche Rekordverschuldung auf OECD-Ebene und darüber hinaus
Lassen Sie sich nicht von Medien oder Experten irritieren, die die Hintergründe der steigenden Edelmetallpreise nicht verstanden haben. Benutzen Sie Ihren eigenen gesunden Menschenverstand und entscheiden Sie selbst, welche Währung sie als Notfallreserve halten möchten. Wir empfehlen Gold und Silber.



Gold und Silber - aktuelle Marktlage und Preispotenziale


Nach der Korrektur der monetären Edelmetalle zum Jahresauftakt haben Gold und Silber ihre Primärtrends wieder aufgenommen und neue Höchststände im aktuellen Zyklus erreicht. Der Goldpreis konnte auf US-Dollarbasis ein neues Allzeithoch bei 1.440,63 USD/Unze markieren. In Euro notiert die Unze aktuell bei 1.025,66 €. Silber erreichte auf US-Dollarbasis ein neues Dreißigjahreshoch bei 36,55/Unze. In Euro notiert die Unze aktuell ebenfalls auf einem neuen zyklischen Höchststand bei 26,03/Unze (Stand 07.03.2011).


Quelle: Thomson Reuters Datastream | Grafik: Solit

Getragen wurden die jüngsten Preisanstiege von massiver physischer Nachfrage und starker Terminmarktnachfrage. Allein wir kauften im Februar für mehr als 2,85 Mio. Euro Gold- und vor allem Silberbarren. Dies ist ein Plus von 85% gegenüber Vorjahr. Kalenderbereinigt kam der saisonal eigentlich sehr schwache Februar damit sehr dicht an den sehr starken Januar heran. Allein in der ersten Märzwoche verzeichneten wir Mittelzuflüsse von knapp 900.000 Euro.

Noch beeindruckender sind die Zahlen, die uns aus Südostasien erreichen. So berichtete das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom 3. März, dass China laut der Großbank UBS allein von Januar bis Februar dieses Jahres 200 Tonnen Gold einführte. Diese Menge steht einem Gold-Import von 300 Tonnen für das Gesamtjahr 2010 gegenüber. Allein die chinesische Großbank Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) verkaufte im Januar 12 Tonnen Gold an ihre Kunden.

Aber auch das Edelmetall Silber erfreut sich bei den Kunden der ICBC stark steigender Beliebtheit. 13 Tonnen des weißen Edelmetalls wurden allein im Januar abgesetzt, nach 33 Tonnen im Gesamtjahr 2010. Sollte sich die Nachfrage fortsetzen, rechnet der stellv. Leiter der Edelmetallabteilung der ICBC, Zhou Ming, mit einem Silberabsatz allein durch sein Bankhaus von 157 Tonnen. Das wäre ein Anstieg von 370% gegenüber Vorjahr. Vor allem das im historischen Vergleich und gegenüber Gold nach wie vor sehr preisgünstige Silber erfreut sich in den Schwellenländern Südostasiens (China, Indien, Vietnam, Taiwan etc.) wachsender Beliebtheit als Inflationsschutz. Ein Industriearbeiter in Indien ist bereits mit einer Inflation von über 10% konfrontiert. Die Nahrungsmittelpreise in China stiegen im Januar um 10,3%.

Zuletzt sorgten aber auch die Unruhen in Libyen und die Angst vor einer Ausweitung der Hungeraufstände auf Saudi-Arabien für Verunsicherung an den Märkten. Zudem sorgt der in Folge der blutigen Auseinandersetzungen stark gestiegene Ölpreis für zusätzlichen Teuerungsdruck, auch bei den Nahrungsmitteln. Ein Ende der Preisspirale und der daraus resultierenden sozialen Spannungen ist momentan nicht in Sicht.

Wie viel Potenzial vor allem der Silberpreis noch hat, zeigt der folgende Chart:


Quelle: Thomson Reuters Datastream | Grafik: Solit

Während Gold sein nominales Hoch aus dem Jahr 1981 bereits weit hinter sich gelassen hat und nun seinem inflationsbereinigten Hoch bei ca. 1.800 USD/Unze entgegenstrebt, notiert der Silberpreis immer noch 37% oder 13,50 US$ unter seinem nominalen Hoch. Wir gehen davon aus, dass der Silberpreis die Lücke zum Gold in den nächsten Quartalen schließt (ca. 100 USD/ Unze) und dann ebenfalls Richtung realer Höchststände steigt. Alle anderen Industriemetalle, auch solche, die weniger knapp sind, haben ihre nominalen und zum Teil sogar realen Höchststände bereits überwunden, wie zum Beispiel Kupfer.

Damit ist Silber auf dem jetzigen Niveau das nach wie vor preiswerteste aller bedeutenden Metalle und stellt somit die effizienteste Form eines Inflationsschutzinvestments dar.



Online-Konferenz: SOLIT erweitert Partizipationschancen an Silber-Hausse - Exklusivvertrieb des FS Gold & Silver Reserve Minenfonds


Über die Anlagelösungen für die Investition  in physische Edelmetalle hinaus erweitert die Solit-Gruppe ihr Investmentangebot um einen auf Silberminen spezialisierten offenen Aktienfonds. Dadurch erhalten Investoren die Möglichkeit, auch an dem boomenden Geschäft der Unternehmen im Bereich der Silberexploration und -förderung zu partizipieren.

Über das außerordentliche Potential und die intelligente Anlagestrategie des Fonds informieren Sie in einer kostenfreien Onlinekonferenz unser Edelmetallanalyst Hannes Zipfel sowie Fondsmanager Adrian Morger.

Die Onlinekonferenz ist eine Kombination aus Telefonkonferenz und Online-Präsentation.

Datum: Freitag, 11. März 2011
Uhrzeit: 11:00 Uhr
Dauer: 45 Minuten inkl. 15 Minuten Fragerunde
Kosten: kostenfrei (wir übernehmen die Telefongebühren und rufen Sie an)

Agenda:
  • Kurzüberblick: Aktuelle Lage an den Edelmetallmärkten
  • Warum Silberminenaktien überproportional zulegen werden
  • Die richtigen Silberminenaktien finden
  • Vorstellung des Fondsmanagers Adrian Morger
  • Merkmale und Anlagestrategie des FS Gold & Silver Reserve Fund
  • Fragen & Antworten
Über folgenden Link können Sie sich für die kostenfreie Online-Konferenz anmelden:
http://www.anmelden.org/silberminenfonds/



Informationen zum Referenten:

Adrian Morger ist Gründungspartner und CEO der Everest Wealth Management AG in Vaduz. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung im Finanzbereich mit Schwerpunkt Alternative Anlagen. Zuletzt war er tätig als Leiter Alternative Investments - Fund and Manager Selection bei einer renommierten liechtensteinischen Bank in Vaduz.

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