SOLIT Newsletter vom 5. Juli 2011

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Solit Kapital News

Hamburg, 05. Juli 2011

SOLIT Gold & Silber News - Juli 2011


Geld spielt keine Rolle


Seit September 2008 wurden durch fiskal- und geldpolitische Maßnahmen in historisch einmaliger Höhe von 33.500 Mrd. US$ die internationalen Finanzmärkt gestützt und die Weltkonjunktur stimuliert. Diese Summe entspricht ca. 60% der gesamten globalen Wertschöpfung eines ganzen Jahres (Quelle: Bremer Landesbank). Allein die japanische Notenbank (BoJ) pumpte seit dem heftigen Seebeben am 11. März und dem folgenden Reaktorunfall in Fukushima zur Stützung der Finanzmärkte und der heimischen Wirtschaft 28,3 Bio. Yen (240 Mrd. EUR) in den Geldkreislauf. Allein diese Geldmenge entspricht dem aktuellen Gegenwert von 7.330t Gold oder 2,7 Jahresproduktionen (Quelle: BIZ, GFMS, WGC, gemäß Weltminenproduktion 2010).

Die nächste Tranche der Griechenlandhilfe in Höhe von 12 Mrd. Euro nimmt sich im Vergleich dazu fast bescheiden aus. Allerdings bewahrt diese Summe das Land auch nur bis Mitte September vor dem Staatsbankrott. Die Aufstockung der Kredithilfen um weitere 120 Mrd. Euro steht daher zeitnah auf der Agenda.

Der niederländische Vertreter im EZB-Rat Nout Wellink forderte jüngst eine Verdopplung des europäischen Rettungsschirms ESM (European Stability Mechanism) von 750 Mrd. EUR auf 1,5 Bio. EUR um die absehbaren Rettungspakete für Spanien und Italien ebenfalls schultern zu können. Wie gesagt, Geld spielt offenbar keine Rolle und die Zahlen gleiten mehr und mehr in abstrakte Dimensionen ab. Das benötigte Kreditgeld kann schließlich in beliebiger Höhe „kreiert“ werden. Da die EZB sich momentan etwas ziert, neues Geld für den Ankauf der Rettungsfondsanleihen zu drucken, übernehmen derweil die Zentralbanken der USA, Japans, Großbritanniens und Chinas diesen Job (Quelle: BIZ).

Wer nun befürchtet, dass nach dem Auslaufen des euphemistisch „Quantitative Easing II“ (QE2) genannten Gelddruckprogramms der US-Notenbank am letzten Donnerstag diese nun aufhört mit der wunderbaren Geldvermehrung, muss keine Sorgen haben. Mittlerweile hat US-Notenbank FED Wertpapiere im Wert von 2.860 Mrd. US$ gehamstert und wird zunächst in einem „QE3 Soft“ genannten Programm mit Hilfe der Erlöse aus diesen Anleihen neue Anleihen aufkaufen, im Volumen von weiteren 300 Mrd. USD p.a. (Quelle: Bloomberg). Bei dieser Summe wird es allerdings nicht bleiben, denn noch ist das Projekt Reflationierung der US-Wirtschaft inkl. Immobilienmarkt in einer frühen Phase. Der Erfolg steht noch aus und Scheitern ist keine Option. Dem beschleunigten Kaufkraftschwund des US-Dollars und aller an ihn gekoppelten Derivatewährungen ist damit weiterhin Tür und Tor geöffnet.

Interessant in diesem Kontext ist, dass die griechische Notenbank trotz Staatspleite, oder gerade deswegen, jüngst weitere 1.000 Unzen Gold im Wert von 1,05 Mio. EUR zu ihren Beständen (111,46t) zukaufte. Die griechische Zentralbank leistet damit ihren bescheidenen Beitrag dazu, dass Notenbanken weltweit nach über dreißig Jahren von Verkäufern wieder zu Käufern von Gold  geworden sind. Offenbar hat man auf Seiten der Zentralbänker verstanden, dass monetäre Edelmetalle am besten geeignet sind, um ökonomische Stürme und Währungskrisen unbeschadet zu überstehen. Da die Damen und Herren „Währungshüter“ über exklusives Insiderwissen verfügen, sollten private Investoren diesen Sinneswandel sehr genau zur Kenntnis nehmen.

Es grüßen Sie

Karsten Dümmler, Geschäftsführer

Robert Vitye, Geschäftsführer



Themenübersicht:




Aktuelle Marktlage


Der Goldpreis hielt sich zuletzt trotz Sommerflaute und schwacher Kapitalmärkte stabil in der Nähe seiner Allzeithöchststände und komfortabel über seinem mittelfristigen Aufwärtstrend. Gold kostet aktuell 1.485 US$/Unze (31,1g) respektive 1.023 EUR/Unze (Datenstand: 1. Juli 22:00 Uhr).

Quelle: Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 1. Juli 2011)

Der Silberpreis setzte seine Konsolidierungsphase im Juni fort und notiert aktuell bei 33,73 USD/Unze respektive 23,22 EUR. Gegenüber Vorjahr entspricht dies auf US-Dollarbasis nach wie vor einem Plus von 82% und einem Plus 54% auf Eurobasis. Für SOLIT-Privatanleger ist dies auf Grund der besonderen Ausgestaltung der Investmentlösung ein absolut steuerfreier Wertzuwachs (Mehrwert- und abgeltungsteuerfrei).

Quelle: Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 1. Juli 2011)

In der logarithmischen Darstellung des obigen Silbercharts ist sehr gut erkennbar, dass der Primärtrend auch bei Silber nach wie vor voll in Takt ist. Die zuletzt sehr heftige Volatilität im Zuge der Korrektur nach dem Anlaufen neuer zyklischer Rekordpreise ist für Silber nicht ungewöhnlich. Daher empfehlen wir Investoren, die Kombination aus Einmalzahlung und Sparplan in Betracht zu ziehen, um derartige Schwankungen in Bezug auf den Einstandspreis zu glätten.

Von dem höheren Bewertungspotenzial gegenüber Gold sind wir nach wie vor überzeugt. Die höhere Volatilität erklärt sich aus der geringeren Größe des physischen Marktes und dem daraus resultierenden größeren Einfluss der oft kurzfristig orientierten Terminmarktspekulanten. Zudem ist Silber für Großinvestoren (private und staatliche) schlicht zu billig (Verhältnis Gewicht zu Wert). Die Käufe von Notenbanken, Sovereign Wealth Funds (Staatsfonds) und HNWIs (High Net Worth Individuals) stabilisieren den Goldpreis und schirmen ihn von den Volatilitäten des Terminmarktes weitestgehend ab. Eine Kombination beider Metalle ist aus unserer Sicht daher empfehlenswert, auch wenn wir selbst Silber in der Gewichtung präferieren.

Die Kapitalzuflüsse bei SOLIT 2 beruhigten sich im Juni nach dem sehr stürmischen Mai, der gleichzeitig der umsatzstärkste Monat in der Fondsgeschichte war (einschließlich SOLIT 1). Der Volumenrückgang ist auch der hohen Volatilität bei Silber geschuldet sowie ferner der Tatsache, dass wir mit dem Monat Juni das traditionelle saisonale Tief bei den Edelmetall-Notierungen erreichten.

Quelle: SOLIT 2 | Grafik: Solit Kapital GmbH

Die enge  Korrelation zwischen weiteren Eskalationsstufen auf Ebene der Euro-/Staatsschuldenkrise sowie Rekordzuflüssen bei SOLIT ist mittlerweile ein empirisch klar belegtes Phänomen.

Ganz ähnlich gestaltet sich die Situation bei anderen Absatzkanälen für monetäre Edelmetalle, wie zum Beispiel der größten Münzprägeanstalt der Welt (The US Mint), was den generellen Zusammenhang zwischen fortschreitendem Vertrauensverlust in die staatlich sanktionierten Geldsysteme und die Nachfrage nach monetären Edelmetallen verdeutlicht.

Quelle: The US Mint | Grafik: Solit Kapital GmbH

Die staatliche amerikanische Münzanstalt verkaufte im Juni 3,4 Mio. Unzen „Silver Eagle“ und verzeichnete damit den drittstärksten Absatzmonat des Jahres nach Januar und Mai sowie ein Plus von 13,3% gegenüber dem Vorjahr. Der abgelaufene Monat ist damit der umsatzstärkste Juni in der Geschichte der US Mint.



Investmentchance Saisonalität


Die Saisonalität spielt für den Einstiegszeitpunkt bei einigen Investments eine beachtenswerte Rolle. Der Grund dafür sind jahreszeitlich bedingte Sondereffekte bei Angebot und Nachfrage. Diese jährlich wiederkehrenden Muster werden zusätzlich durch Spekulanten verstärkt, die diesen Effekt in das Timing ihrer Handelsstrategien mit einbeziehen und antizipieren.

Vor allem Rohstoffe zeigen ausgeprägte jahreszeitliche Muster. Ob Rohöl, Weizen oder Streusalz: Die Preise steigen, sobald sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage witterungsbedingt verändert. Aber auch bestimmte Ereignisse, wie zum Beispiel Erntesaisons oder Feiertage, sind Auslöser dieser zeitlich begrenzten Effekte, die dem Investor Zusatzerträge bescheren können.
Natürlich macht es für den Anleger Sinn, dann zu investieren, wenn in Sachen Saisonalität Sauregurkenzeit herrscht. Einen sommerlichen Durchhänger haben regelmäßig die Edelmetalle, vor allem Gold und Silber. Gründe dafür gibt es mehrere: Vor allem die Nachfrage der Schmuckindustrie, die nach wie vor einen Großteil der Gesamtnachfrage ausmacht, fällt jedes Jahr in das sprichwörtliche Sommerloch:


 

Quelle: Silberjunge.de | Grafik: Silberjunge.de (Daten bis 1. Juli 2011), eigene Bearbeitung Solit Kapital GmbH

Im Zuge der Staatsschuldenkrise war zwar auch schon im letzten Jahr zu beobachten, dass die saisonal bedingten Bewegungen von der deutlich angestiegenen Investorennachfrage gedämpft wurden. Dennoch macht es auch in diesem Jahr wieder Sinn, die Sommermonate für den Auf- oder Ausbau von Positionen zu nutzen. Seit dem Hoch Anfang Mai dieses Jahres hat der Silberpreis auf Eurobasis bereits 26% korrigiert. Erfahrungsgemäß liegt der beste Zeitraum für Gold- und Silberinvestments im Hochsommer.

Ab dem Spätsommer zieht die physische Nachfrage der verarbeitenden Industrie sukzessive an. Die Schmuckindustrie wappnet sich für die indische Hochzeitssaison, das christliche Weihnachtsfest, das russische Jolkafest, das chinesische Neujahrsfest, den arabischen Goldbasar und Chanukka. Dieser Nachfrageschub schlägt sich in signifikanten Preissteigerungen bei Gold und Silber zwischen September und Februar nieder. Da Silber zudem auch in vielen anderen industriellen Sektoren zum Einsatz kommt, steigt hier die Nachfrage zusätzlich durch das Ende der Werksferien und die saisonal ebenso typische konjunkturelle Herbstbelebung.



Fünfteilige Serie:
Anforderungen an ein erfolgreiches Edelmetallinvestment


In den folgenden fünf Ausgaben der SOLIT Gold & Silber News möchten wir Ihnen einen kurzen Leitfaden an die Hand geben, der die wichtigsten Attribute eines erfolgreichen Investments in die monetären Edelmetalle Gold und Silber erläutert:
  1. Abgeltungsteuerfreiheit
  2. Mehrwertsteuerfreiheit
  3. Sichere Lagerung
  4. Liquidität und physischer Anspruch
  5. Edelmetallsparplan
1.    Abgeltungsteuerfreiheit
Seit dem 1. Januar 2009 werden alle dem Privatvermögen zufließenden Kapitaleinkünfte mit einer 25-%igen Abgeltungsteuer belegt. Zusätzlich werden noch der Solidaritätszuschlag und ggf. die Kirchensteuer erhoben, so dass die erzielten Einkünfte um bis zu 27,8% geschmälert werden.

Es gibt aber auch Ausnahmen: Nicht-Kapitaleinkünfte, also bspw. Veräußerungsgewinne bei Grundstücken, Immobilien, geschlossenen Immobilienfonds oder mobilen Vermögenswerten wie physischen Edelmetallen oder Antiquitäten bleiben nach dem Verstreichen einer Spekulationsfrist steuerfrei. Bei Gold und Silber beträgt diese Frist zwölf Monate.

Um nach Ablauf der Spekulationsfrist in den Genuss der Steuerfreiheit der Kapitalerträge zu gelangen, muss allerdings das richtige Investmentvehikel gewählt werden.

Folgende Edelmetallinvestments führen zu Einkünften aus Kapitalvermögen und unterliegen somit der Abgeltungsteuer:
  • Zertifikate
  • Exchange Traded Funds (ETFs)
  • Exchange Traded Commodities (ETCs)
  • Exchange Traded Notes (ETNs)
  • CFD-Kontrakte (Contracts for Difference)
  • Terminmarkt-Kontrakte
  • Optionsscheine
  • Minenaktien
  • Minenfonds
  • Offene Mischfonds/ Multi Asset Fonds mit physischem Edelmetallanteil
Die Abgeltungsteuerfreiheit gilt für folgende Edelmetallinvestments, die der Einkunftsart „sonstige Einkünfte“ unterliegen:
  • Münzen
  • Barren
  • Granulat
  • Zahngold
  • Schmuck und Uhren
  • Edelmetallkonten mit physischem Lieferanspruch
  • Vermögensverwaltende Kommanditgesellschaften: SOLIT 2. sowie SOLIT PP Gold / Silber 
Bitte beachten Sie, dass diese Auflistung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und nur für private Kapitalerträge nach einer Haltedauer von 12 Monaten gilt.

In der nächsten Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem Thema Mehrwertsteuer, die bei Silbermünzen, Barren, Granulat, Schmuck etc. zwischen 7-19% beträgt. Auch hier lohnt sich ein Investmentvergleich um auch diese Steuer zu vermeiden.

Nutzen Sie die saisonal günstigen Sommermonate, um in den Genuss der Vorzüge einer Edelmetall-Investition über SOLIT zu kommen. Hierdurch tragen Sie den mannigfaltigen Argumenten für die Berücksichtigung der monetären Edelmetalle Gold und Silber in Ihrer Gesamtvermögensstruktur Rechnung und erhalten gleichzeitig einen hocheffizienten Vermögensschutz mit sicherer Lagerung in der Schweiz bei steuerfreier Realisation von Kursgewinnen aus dem Wertzuwachs von Edelmetallen bereits nach 12 Monaten!

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