SOLIT Newsletter vom 17. April 2012

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Solit Kapital News

Hamburg, 17. April 2012

SOLIT Gold & Silber News – April 2012


Hängepartie bei Gold und Silber


Die Märkte sind derzeit unübersichtlich und von aktuell allerlei Irrtümern und „Überraschungen“ geprägt. Einerseits praktizieren Notenbanken weiterhin eine ultraleichte Geldpolitik, auch wenn sie vermeiden, das offenkundig zuzugeben. Andererseits treten die Folgen der Überschuldungskrise mehr und mehr unverhüllt ans Tageslicht. Die Gold– und Silbermärkte verharren unterdessen weiterhin in einer breit angelegten Konsolidierung. Vor allem die Minenunternehmen aus dem Edelmetallsektor haben alles andere als Freude bereitet. Eigenartigerweise verdienen sie Geld – wesentlich mehr als in den letzten Jahren – und heben ihre Dividenden an. Es ist erstaunlich, dass sie historisch betrachtet immer mit dem 25-fachen der Jahresgewinne bewertet wurden, derzeit aber im Schnitt mit der Hälfte davon an den Börsen notieren.

Die Preise für Gold und Silber hinterlassen den Eindruck, als hätten sie einen gewaltigen Kurssturz hinter sich. Die Stimmung im Sektor erscheint so schlecht wie seit langer Zeit nicht mehr. Rechnet man das erste Quartal ab, so konnte Gold um sieben Prozent zulegen und Silber um 16 Prozent. Aktien schnitten besser ab – bislang.

Die Schwäche der Gemeinschaftswährung lässt die Goldpreise in Euro um acht Prozent unter dem Allzeithoch verharren. Viele seit Jahren vor einer Goldblase warnenden sogenannten Experten beschreien erneut das Ende der Hausse. Das müsste bedeuteten, dass Papiergeld gegenüber dem Gold oder dem Silber auf mittlere Sicht aufwerten wird – und das in einer Zeit, in der der vorhandenen Menge von ungedeckten Geldeinheiten immer mehr davon hinzugefügt werden. Was wahr ist muss wahr bleiben: Die digitalen Notenpressen von Mario Draghi´s EZB können Billionen neue Euro erschaffen aber nicht ein Gramm Gold und Silber.
   

Karsten Dümmler, Geschäftsführer

Robert Vitye, Geschäftsführer



Themenübersicht:


   

Audio-Podcast  mit Fondsmanager Martin Siegel zu Gold, Silber und Minenaktien


Es gibt nur wenige Urgesteine in Sachen Edelmetalle und Minen. Martin Siegel ist einer der bekanntesten Vertreter dieser – ja man muss schon sagen – Spezies. Mit ihm nahm Metallwoche.de-Gründer und n-tv Moderator Frank Meyer den Edelmetall-Minen-Sektor genauer unter die Lupe. Schwerpunkt des Interviews ist die sehr niedrige Bewertung der großen, mittleren und kleinen Minenaktien. Zudem wird das “große Bild” in Sachen Entwicklungen in Europa betrachtet.

Linkpfeil  Viel Vergnügen beim Zuhören
 
   

Aktuelle Preisentwicklung bei Gold & Silber


Die aktuelle Entwicklung am Goldmarkt ist von gegenläufigen Impulsen geprägt. Einerseits litt der physische Absatz im ersten Quartal unter dem Streik der indischen Goldhändler. Diese hatten als Reaktion auf die Verdoppelung der indischen Gold-Importzölle die Arbeit niedergelegt. Die offizielle Begründung für diese Maßnahme der indischen Regierung ist das Bestreben, die Verschlechterung der indischen Handelsbilanz zu unterbinden. Indien ist der weltweit größte Importeur von Gold. Allerdings ist China dabei, Indien diese Position streitig zu machen. Dir Goldnachfrage im Reich der Mitte stieg zuletzt auf einen neuen Rekordstand.

Auf der anderen Seite bedeutet das Wiederaufleben der Euro-Schuldenkrise anziehende Nachfrage nach physischen Edelmetallen von Seiten der Investoren. So konnte während der jüngst erfolgten Korrektur an den Aktien- und Rohstoffmärkten Gold seinen Status als sicherer Hafen – speziell in Euro – unter Beweis stellen und mit relativer Stärke punkten. Das Fundament für weiter anziehende Notierungen in der Gemeinschaftswährung nach der temporären Korrekturphase während der letzten Monate ist gelegt. Vor allem die negativen Realzinsen, die weiterhin überreichliche Liquiditätsversorgung durch die Zentralbanken sowie die unvermeidbare Eskalation der Euro- und Staatsschuldenkrise werden das glänzende Edelmetall in den kommenden Monaten wieder verstärkt in den Fokus der Anleger rücken.

Eine Unze Gold (31,1 g) kostet aktuell 1.270 Euro. Dies entspricht einem Preisrückgang zum Vormonat von 10 Euro bzw. 0,8%. Zum Vorjahr verzeichnet das gelbe Edelmetall nach wie vor einen signifikanten Anstieg in Höhe von +24,7%. (Datenstand: 13. April 2012).

Quelle: Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 13. April 2012)

Silberpreis mit bullischer Konsolidierungsflagge

Der Silberpreis befindet sich nach wie vor in einer Konsolidierungsphase – einer sogenannten Flaggenformation, die einer an einem Mast hängenden Flagge ähnelt (siehe Chart unten). Die technische Interpretation dieser Formation, resultierend aus den empirischen Daten der letzten Jahrzehnte, ist sehr positiv (engl. bullish).  Wann der Silberpreis aus der Flagge nach oben ausbricht, ist jedoch schwer zu prognostizieren. Hier gibt die aufstrebende Unterstützungslinie einen Anhaltspunkt (untere diagonale Linie). Spätestens, wenn die obere Widerstandslinie der Flagge und die mittelfristige Unterstützungslinie den Silberpreis in einen Keil treiben, steht der Ausbruch kurz bevor.

Auf der physischen Seite hielten sich die Investoren zuletzt mit Neuengagements zurück. Dennoch bleiben die Fundamentaldaten sowie die technische Verfassung des Marktes positiv. Wir gehen davon aus, dass der Silberpreis mit dem Goldpreis seinen primären Aufwärtstrend fortsetzen und die technischen Widerstandsmarken überwinden wird, um anschließend neue zyklische Höchstpreise anzustreben.

Eine Unze Silber (31,1 g) notiert aktuell bei 24,60 Euro und damit -3,55% niedriger als noch vor Monatsfrist. Gegenüber der Vorjahresperiode (damals touchierte Silber gerade ein Rekordpreisniveau) weist Silber für Euro-Investoren einen Preisvergünstigung von aktuell 15% auf (Datenstand: 13. April 2012).




Quelle: Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 13. April 2012)

Wir gehen davon aus, dass die Aufwärtstrends bei Gold und Silber in Takt bleiben und sich die Notierungen insbesondere in Euro im Zuge der unvermeidbaren Eskalation der Euro- und Staatsschuldenkrise noch im Jahr 2012 signifikant erhöhen werden. Der fundamentale Grund für diese Annahme ist die bisherige Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank, die unter der Führung des Italieners Mario Draghi immer weniger Hemmungen zeigt, die Notenpresse zur Stützung südeuropäischer Staaten und europäischer Banken einzusetzen.

In Kombination mit den gleichzeitig rekordniedrigen Leitzinsen von nur einem Prozent führt diese Politik zu Kapitalfehlallokationen und einer Überschussliquidität in Europa von aktuell ca. 1.500 Mrd. Euro. Noch wirkt dieses Geld nicht vollumfänglich preistreibend (nur in Teilmärkten, wie den spekulativ getriebenen Rohstoff- und Immobilienmärkten, speziell in Deutschland). Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis die EZB gezwungen ist, ihren geldpolitischen Kurs noch weiter auszudehnen, um ein Auseinanderbrechen der Eurozone und / oder den Bankrott des spanischen und italienischen Bankensystems zu verhindern. Im Zuge dieser neuen Eskalationsstufe wird das Vertrauen in den Euro und die Seriosität der EZB weiter abnehmen, was unmittelbar zu einer sprunghaft erhöhten Nachfrage nach den Geldmetallen Gold und Silber führt.

Wir empfehlen Ihnen dringend, sich nicht von der aktuellen politischen Rhetorik, die Eurokrise beruhige sich, irritieren zu lassen – das Gegenteil ist leider für jeden aufmerksamen Beobachter offensichtlich der Fall. Die Konsequenz wird nach unserer festen Überzeugung ein dramatischer Kaufkraftverlust der Gemeinschaftswährung Euro und in der Endkonsequenz ein in den ökonomischen Ungleichgewichten der Mitgliedsstaaten begründetes Auseinanderbrechen der Eurozone in ihrer jetzigen Form sein.
   
   

Spanien ist die Achillesferse Europas


Das spanische Königreich ist gemessen an seiner Wirtschaftskraft die Nummer dreizehn der Welt und die viertgrößte Volkswirtschaft in Europa. Mit ca. 50 Mio. Einwohnern ist Spanien ein echtes Schwergewicht in der Union. Allen Protagonisten ist klar: fällt Spanien – fällt der Euro.
Im Zuge der europäischen Harmonisierung und dem Eintritt in die Eurozone bekam das Land stabile, für Investoren kalkulierbare Wechselkurse sowie ein extrem niedriges und ebenfalls stabiles Zinsumfeld. Ein absolutes Novum für den Mittelmeerstaat. In Folge dessen explodierten die Direktinvestitionen und führten zu massiven Überkapazitäten im Finanz-, Bau-, Immobilien- und Dienstleistungssektor. Über sechs Millionen Menschen wanderten in der Zeit von 2000 bis 2011 nach Spanien ein.

Wie im Rausch verschuldeten sich die Spanier bis über die Halskrause. Die Gesamtverschuldung Spaniens ist mit über 400% gemessen am Bruttoinlandsprodukt stark angestiegen und sogar höher als die Portugals (360%). Die immer wieder ins Feld geführte explizite Staatsverschuldung, die mittlerweile auf 79% gestiegen ist (im Chart unten noch 63%) ist dabei völlig irreführend und irrelevant (vergleichbar mit der Staatsverschuldung Irlands vor Ausbruch der Immobilien- und Bankenkrise). Der spanische Staat wird wie Irland im Zuge der weiter platzenden Immobilienblase die Banken retten müssen und die Staatsverschuldung weiter dramatisch erhöhen, bei gleichzeitig weiter explodierender Gesamtverschuldung. Der Ruf nach dem für Spanien viel zu gering dimensionierten Rettungsfonds ESM ist nur eine Frage der Zeit und der Lackmustest für die Europäische Union.

Spanische Gesamtverschuldung in Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP)



Quelle: Spanische Notenbank, Flossbach von Storch

Skepsis gegenüber der spanischen Volkswirtschaft ist vor allem deshalb angebracht, weil die größten Wachstumsbeiträge in den letzten zehn Jahren vom Bau und dem Binnenkonsum kamen. Beides leidet nun massiv unter der platzenden Immobilienblase.

Wurden bisher die Hauspreise dank regulatorischer Maßnahmen und der Hoffnung der Banken, ihre Hypothekenkreditportfolios nicht abschreiben zu müssen, künstlich hoch gehalten, gehen die Preise nun mit erhöhter Dynamik in den Keller.

Banken bereinigen ihre Kreditportfolios, und Immobilien werden in steigender Zahl zwangsversteigert – die Preise sinken aktuell mit einer Jahresrate von 6,8%. Es ist zu erwarten, dass auch der spanische Immobilienmarkt seine Überkapazitäten, vor allem in küstenfernen Regionen, massiv abbaut – so wie es bereits in den USA oder Irland geschehen ist. Da diese Entwicklung jetzt erst an Dynamik gewinnt (siehe Chart unten), beginnen sich auch die ökonomischen Probleme Spaniens jetzt erst richtig zu verschärfen:

Spanische Immobilienblase platzt



Quelle: Thomson Reuters Datastream

Dabei leidet das Land bereits jetzt unter einer Depression am Arbeitsmarkt und einer völlig desillusionierten Jungend (50,5% offizielle Jugendarbeitslosigkeit bei Erwachsenen bis 25 Jahren). Die spanischen Arbeitslosenraten sind die höchsten in ganz Europa:

Depression am spanischen Arbeitsmarkt



Quelle: Thomson Reuters Datastream

Zu allem Überfluss hat im ersten Quartal eine beispiellose Kapitalflucht aus Spanien begonnen, wie sie zuvor nur in Griechenland beobachtbar war. Es scheint, als würden sich alle positiven ökonomischen und sozialen Effekte, die Spanien im Zuge des Eintritts in die europäische Union genoss, nun brachial im Zeitraffer zurückzudrehen. Auch die Zinskonvergenz, die die Basis des Immobilienbooms war, kehrt sich nun um. Spanien muss aktuell fast vier Mal mehr Zinsen als Deutschland am Kapitalmarkt für die Schuldenaufnahme bezahlen – das treibt die Kreditkosten und das Staatsdefizit weiter nach oben. Ein Teufelskreis, der sich aller Voraussicht nach für die gesamte Eurozone als dramatisch erweisen wird.

Kreditkosten für Spanien steigen stark an



Quelle: Thomson Reuters Datastream

Richten Sie sich darauf ein, dass die Euro- und Staatsschuldenkrise in diesem Sommer mit voller Wucht und in neuer Dimension an die Finanzmärkte, in die Medien und die Politik zurückkehrt. Dann sind auch die Präsidentschaftswahlen in Frankreich und die dortigen Wahlen zur Nationalversammlung gelaufen. Die Nachrichtenlage wird dann nicht mehr so stark von politischen Interessen gedämmt sein.

Investieren Sie daher konsequent in das Investment, das als einziges seit sechstausend Jahren seine Kaufkraft unabhängig von politischen, gesellschaftlichen und militärischen Verwerfungen konservieren konnte – die extrem seltenen Geldmetalle Gold und Silber.

Interessantes aus dem Netz


Holt unser Gold Heim!

„Die Deutsche Bundesbank hält treuhänderisch für die deutschen Bürger ca. 3.400 Tonnen an physischem Gold, welches nach einem möglichen endgültigen Vertrauensverlust des Euros als (Teil-)Deckung einer neuen Währung unter Umständen dringend gebraucht würde. Um diesen Zweck zu erfüllen, muss zunächst Transparenz über das seit Jahrzehnten weitestgehend im Ausland gelagerte Gold hergestellt werden und dieses dann nach Deutschland verbracht werden.“
Dies ist die Zielsetzung der Urheber der Anfang April gestarteten wirtschaftspolitischen Initiative „Holt unser Gold heim!“ (Taxpayers Association of Europe sowie Deutsche Edelmetall-Gesellschaft).  Die Solit Kapital GmbH gehört zu den Erstzeichnern der Initiative und unterstützt diese gemeinsam mit mittlerweile über 4.500 Mitzeichnern binnen zehn Tagen. Gerne können auch Sie die Aktion unterstützen und dieser somit demokratisches Gewicht verleihen:

Linkpfeil  http://www.gold-action.de/initiative.html

Hans Olaf Henkel unzensiert

Der ehemalige BDI-Chef äußert sich in dem knapp halbstündigen Videointerview ungeschminkt zu seiner Sicht auf die Euro- und Staatsschuldenkrise sowie die Zukunft der Gemeinschaftswährung – trotz der teils etwas eingeschränkten Tonqualität ein aus unserer Sicht sehr sehenswerter Beitrag:

Linkpfeil  Zum Video

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