SOLIT Newsletter vom 4. Juni 2012

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Solit Kapital News

Hamburg, 04. Juni 2012

SOLIT Gold & Silber News – Juni 2012


Scheitern ist keine Option!


Keine einfache Zeit für Gold- und Silberinvestoren. In Euro fiel das gelbe Metall unglaubliche acht Prozent von seinem Allzeithoch im September 2011 zurück – wahrlich ein „Crash“. Oder nur ein Crash in der Wahrnehmung? Wir werden sehen. Was wir nicht sehen, ist, wohin sich momentan Europa entwickelt. Bleibt die Eurozone bestehen? Hält der Euro durch? Wann schicken die Notenbanken den nächsten Schwall frischen Geldes im Billionenbereich in die Märkte? Was wir aber wissen, ist, dass Scheitern keine Option ist. Das war 2008 beim Fall der Gebrüder Lehman so und bleibt auch 2012 im Falle Europas offenbar keine Option.

Vielleicht klingt es langweilig, wenn man Gold als eine geldliche Versicherung gegen Inflation oder Staatsbankrott bezeichnet und zugleich hofft, diese niemals zu benötigen. Unterdessen hat sich die Versicherungsprämie in einer Dekade vervierfacht. Wer bei einem achtprozentigen Rückgang der Preise jetzt Schmerzen hat, ist vielleicht vor einigen Monaten mit der falschen Intention in Gold gegangen. Der Versicherungsfall wird täglich wahrscheinlicher. Bei einer Versicherung würde man in diesem Fall die Gunst der Stunde nutzen und die Schadenssumme aufstocken.

„Sturzflugartige“ acht Prozent Verlust bedeuten, dass der Euro gegenüber Gold um die gleiche Prozentzahl aufgewertet hat. Wie interessant, gibt es doch davon immer mehr. Und die Notenpressen stehen nie still. Seit es den Euro gibt, ist Gold von 313 auf 1.260 Euro gestiegen. Gegenüber Gold hat der Euro in diesem Zeitraum um 75 Prozent abgewertet. Und dies ist das große Bild, um das es geht. Wo ist der Grund, dass sich das jetzt ändert? Nur sind jetzt weniger Spekulanten im Gold, und unsichere Beobachter äußern ihre Erfahrung, dass Gold momentan für sie nichts sei. Sie warten entweder auf den nächsten Jubel oder ihre nächste Panikattacke. Kommen Sie ihnen zuvor, das ist billiger und nervenschonender.    

Karsten Dümmler, Geschäftsführer

Robert Vitye, Geschäftsführer



Themenübersicht:


   

Audio-Podcast mit Chefvolkswirt Prof. Dr. Thorsten Polleit 


Prof. Dr. Thorsten Polleit ist vielen als kritische Stimme aus der Zunft der Ökonomen bekannt. Vor wenigen Tagen hat er den Posten des Chefvolks-wirts bei Barclays Capital an den Nagel gehängt und ist zum Goldhändler “Degussa Goldhandel GmbH” gewechselt, ebenfalls in der Funktion des Chefvolkswirts. Frank Meyer, n-tv Moderator und Mitinitiator der Metallwoche.de, interviewte Prof. Polleit zum Stand der Eurokrise und dem Zustand unseres ungedeckten Papiergeldsystems.

Linkpfeil  Viel Vergnügen beim Zuhören
 
   

Aktuelle Preisentwicklung bei Gold & Silber


In den zurückliegenden Wochen setzten Gold und Silber ihre Preiskorrekturen bis in die Nähe der Tiefststände aus dem Dezember 2011 fort. Trotz zuletzt wieder stark anziehender physischer Nachfrage dominierte weiterhin die Veräußerung von spekulativen Goldkontrakten an den Terminmärkten die Preisfindung. Dennoch hat sich die Gesamtlage deutlich verbessert. Wie das World Gold Council (WGC) in seiner jüngsten Studie darlegt, befinden sich nach wie vor große Staatsvermögensfonds und Notenbanken auf der Käuferseite. Vor allem Mexiko, Russland, China und zuletzt sogar Japan sorgten dafür, dass Notenbanken mittlerweile nach Jahrzehnten der Abstinenz wieder zu den Nettokäufern am Markt gehören, mit einer enormen Marktmacht – diesmal im konstruktiven Sinne. Darüber hinaus zog zuletzt auch wieder die Investorennachfrage in Westeuropa deutlich an, nachdem in der Wahrnehmung vieler offensichtlich die politische Elite die Krise nicht in den Griff bekommt und das Schlimmste wohl erst noch bevor steht.

Eine Unze Gold (31,1 g) kostet in diesem Umfeld aktuell 1.257 Euro. Dies entspricht einem Preisrückgang zum Vormonat von 13 Euro bzw. 1,0%. Zum Vorjahr verzeichnet das gelbe Edelmetall nach wie vor einen signifikanten Anstieg in Höhe von +17,0%. (Datenstand: 29. Mai 2012).

Quelle: Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 29. Mai 2012)

Silberpreis mit konstruktivem Chartbild

Der Silberpreis befindet sich nach wie vor in einer Konsolidierungsphase – einer sogenannten Flaggenformation, die einer an einem Mast hängenden Flagge erinnert (siehe Chart unten). Auch die Terminmarktsituation kann man mittlerweile als sehr konstruktiv bezeichnen. Sie ist mittlerweile so stark um spekulative Engagements bereinigt wie seit der Lehman-Krise 2008 nicht mehr. Die Bestände der physischen Silber ETF (Exchange Traded Funds) halten sich hingegen stabil, und ab dem Spätsommer sollte der Preis wieder durch die im zweiten Halbjahr traditionell stärkere Schmuck- und Industrienachfrage zusätzliche Aufwärtsimpulse erhalten.

Eine Unze Silber (31,1 g) notiert aktuell bei 22,64 Euro und damit 8% niedriger als noch vor Monatsfrist. Gegenüber der Vorjahresperiode weist Silber für Euro-Investoren eine Preisvergünstigung von aktuell 14,6% auf (Datenstand: 29. Mai 2012).


Quelle: Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 29. Mai 2012)

Die mittelfristigen Aufwärtstrends bei Gold und Silber sind voll intakt und werden aktuell unterstützt durch eine hervorragende markttechnische Situation. Die zyklischen Tiefs der Korrekturphase aus Dezember 2011 sind sowohl bei Gold als auch bei Silber mehrfach erfolgreich getestet und bestätigt worden, so dass eine baldige kräftige aufwärtsgerichtete Impulsbewegung sehr wahrscheinlich erscheint.

Abgerundet wird dieses Bild durch rekordniedrige Netto-Long-Positionierungen der Spekulanten an den US-Terminbörsen, die sich bei Gold und Silber auf das tiefste Niveau seit vielen Jahren abgebaut haben sowie die negative Grundstimmung von Analysten und in der Bevölkerung. Ein solches Umfeld ist geradezu prädestiniert für die baldige Wiederaufnahme des bereits seit elf Jahren anhaltenden primären Aufwärtstrends.

Vor dem Hintergrund der akut eskalierenden Schuldenkrise in Europa mit den derzeitigen Sorgen um die möglichen Folgen eines Euro-Austritts Griechenlands sowie der horrenden Probleme Spaniens mit der geplatzten Immobilienblase und der Deckung des Kapitalbedarfes im Banken-Sektor sind weitere quantitative Lockerungsmaßnahmen der Zentralbanken zur akuten Symptombekämpfung nur noch eine Frage der Zeit.

In Anbetracht dieser Tatsachen fehlt jetzt nur noch der Auslöser für die dynamische Fortsetzung der Gold- und Silberhausse, die nach unserer festen Überzeugung in sehr absehbarer Frist neue zyklische Höchststände zeigen wird.
 
   

Grundsätzliches zur Bedeutung der monetären Edelmetalle


Wir klassifizieren die aktuelle Schuldenkrise im engeren Sinne als Staatsschuldenkrise. Im Rahmen unserer Analyse fügen wir dieser Sichtweise jedoch eine weitere Dimension hinzu, die wir als ursächlich für die aktuellen Entwicklungen erachten: Nach unserer festen Überzeugung sehen wir uns mit einer Geldsystemkrise konfrontiert, die u.a. als ein zwangsläufig auftretendes Symptom zur Überschuldung der Staaten führt.

Unser heutiges Geldsystem funktioniert nach planwirtschaftlichen Prinzipien und läuft marktwirtschaftlichen Grundsätzen zuwider. Hierbei entsteht Geld im Rahmen eines Kreditschöpfungsaktes durch staatlich monopolisierte und autorisierte Zentralbanken, ohne dass das geschaffene Geld über einen materiellen inneren Wert verfügt. Jeder geschaffenen Geldeinheit (Krediteinheit) steht eine darüber hinaus gehende Zinsforderung entgegen – ohne dass der Zins überhaupt mit geschaffen wird. Als Konsequenz ist das System in der Gesamtbetrachtung auf eine permanente Aufschuldung angewiesen, wodurch die Zins- und Tilgungszahlungen durch neue Krediteinheiten finanziert werden. Mathematisch betrachtet handelt es sich also um eine klassische Zins- und Zinseszinsfunktion – eine Exponentialfunktion!

Dieses Phänomen geht so lange gut, wie der Geldschöpfung ein Wachstum mit entsprechender Wirtschaftsleistung entgegen steht. Eine weitere Bedingung ist die unbedingte Unabhängigkeit der Zentralbanken von jeglichem politischen Einfluss. Beide Bedingungen sind aber derzeit für den Euro-Raum nicht erfüllt.

Diese kann in der Beschleunigungsphase lediglich durch Senkung des Zinssatzes verlangsamt, aber nicht grundsätzlich umgekehrt werden. Die natürliche Funktionsfähigkeit von Kreditgeldsystemen ist zeitlich auf maximal 60-70 Jahre begrenzt (s.a. Kontradieff-Zyklus nach russischem Ökonomen Nikolai Kondratjew), weshalb auch bisher alle Kreditgeldsysteme ausnahmslos gescheitert sind.



Die klassischen Geldfunktionen (Tauschmittel, Recheneinheit sowie Wertaufbewahrung) können durch Kreditgeldwährungen nur sehr eingeschränkt und vor allem nur temporär ausgeübt werden. Währungsgeschichtlich erstmalig sind seit 1971 (einseitige Aufkündigung der Dollar-Bindung an Gold durch die USA) alle Währungen dieser Welt als reine Kreditgeldwährungen konzipiert.

Somit führt auch der Vergleich einzelner Währungen untereinander nur zu einer relativen Betrachtungsweise, wobei jedoch das generelle systemisch begründete Problem verdeckt bleibt – die in der Geldmengenausweitung begründete Abwertung aller Währungen gegen die seit über 6.000 Jahren über alle geografischen, kulturellen sowie religiösen Grenzen hinweg als Geld anerkannte Währung Gold.


 
Quelle: Smart Investor

Wann immer Menschen aus dem Marktgeschehen heraus ein allgemein anerkanntes Zahlungsmittel wählen konnten, hat sich Gold aufgrund seiner natürlichen Eigenschaften als Geld durchgesetzt. Übrigens wird Gold auch heute noch von Zentralbanken als Währungsreserve bilanziert und von Selbigen verstärkt nachgefragt.


Selbstverständlich ist ein Investment in Gold mit dem Risiko der Volatilität gegenüber anderen Währungen behaftet – so wie auch Währungen untereinander seit jeher schwanken. Aus den genannten Gründen in Kombination mit der Rückbesinnung immer größer werdender Teile der Bevölkerung auf die Rolle von Gold als ultimative Währung ohne Gegenparteienrisiko sowie der notwendig gewordenen Senkung der Zinsen in den real negativen Bereich in allen westlichen Industriestaaten richtet sich die Volatilität von Gold seit über 10 Jahren im Trend in nur eine Richtung – nach oben. Dies gilt auch im Vergleich mit anderen Anlageklassen.



Quelle: Thomson Reuters, Grafik: Solit Kapital GmbH, Datenstand: 29.05.2012

Gold im Rahmen seiner Vermögensallokation nicht zu berücksichtigen bedeutet im Vergleich zu den temporären Wertschwankungen ein ungleich höheres Risiko für Investoren. Dies wird im Zeitverlauf immer mehr Investoren bewusst:



Solit Kapital investiert als Qualitätsinitiator nicht unerhebliche unternehmerische Ressourcen in Research mit volkswirtschaftlichem Schwerpunkt sowie weltweit anerkannte Finanzdatenbanken wie Thomson Reuters oder Bloomberg. Unsere Aufgabe sehen wir in der faktenbezogenen, nüchternen und vor allem unvoreingenommenen Analyse der Finanzmärkte.

In Europa müssen wir derzeit leidvoll miterleben, welch unheilvollen Konsequenzen ein unter marktwirtschaftlichen Aspekten untragbares Projekt wie die Gemeinschaftswährung Euro anrichtet, das ausschließlich politisch-ideologisch motiviert ist. Der Euro leidet unter einem systematischen Konstruktionsfehler: Staaten mit völlig unterschiedlicher Wirtschaftskraft und stark divergierender Wachstumsraten werden unter einer Kunstwährung zusammengefasst und mit einer einheitlichen Geldmengen- und Währungspolitik überstülpt. Dies wird ergänzt um eine fehlgeleitete Krisenbewältigungsstrategie der politischen Akteure. Da man die Wirtschafts- und Finanzpolitik aller Euro-Länder nicht kurzfristig vereinheitlichen kann, erscheint ein Auseinanderbrechen des Währungsraumes in seiner heutigen Form als sehr wahrscheinlich.

Austeritäts- und Sparmaßnahmen wirken überdies in einem Kreditgeldsystem dessen systembedingt notwendigem Aufschuldungsprozess entgegen und führen binnen kürzester Zeit zu Symptomen deflationärer Depressionen, wie sie heute bereits in den Südstaaten zu beobachten sind.

Arbeitslosenraten in Europa
Gemäß ILO-Statistik in Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung


Quelle: Thomson Reuters, Grafik: Solit Kapital GmbH, Datenstand: März 2012

Eine Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar oder ein etwaiger Bruch des Währungsraumes symbolisieren keineswegs absolute Stärke des US-Dollar. Hierzu müsste die US-Gesamtverschuldung ebenso überwunden werden wie die strukturellen konjunkturellen Probleme der USA, die geplatzte Immobilienblase und die hohe Arbeitslosigkeit.

Die Motivation von Goldinvestoren in physischer Form besteht nicht in der Erzielung nominaler positiver Renditen als vielmehr in der Transformation von Ersparnissen und (Lebens-) Arbeitsleistung in das politisch nicht manipulierbare und natürlich begrenzte Wertaufbewahrungsmittel, da dieses alle drei Geldfunktionen uneingeschränkt, zuverlässig und dauerhaft erfüllt.

Besonders trefflich wurde die Währungsfunktion von Gold bereits im Jahr 1966 durch den späteren US-Notenbankchef Alan Greenspan in einem einzigen Zitat zusammengefasst:

“Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Dann gibt es kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel (…) Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, dass es für Vermögende keinen Weg gibt, sich zu schützen. Das ist das schäbige Geheimnis der Wohlfahrtsstaats-Tiraden gegen das Gold. Defizitfinanzierung ist schlichtweg eine Maßnahme zur ‘versteckten’ Enteignung von Vermögen.”

   

Quo vadis Edelmetall-Minen?


Die vergangenen Monate waren für Gold- und Silbermineninvestoren alles andere als einfach. Obwohl ein überwiegender Teil der Gold- und Silberminen fundamental sehr gut dasteht, spiegelten die Aktienkurse der Unternehmen diese Situation keinesfalls wider und gingen auf Tauchstation.

Auch Investoren des vor allem auf Junior-Silberminen und Explorationsaktien fokussierten FS Gold & Silver Reserve Fund (WKN A1C0QT) mussten seit Jahresanfang mit ca. 30% Kursrückgang kräftig Federn lassen.

Fondsmanager Adrian Morger (CEO der Everest Wealth Management AG, Vaduz) gibt Ihnen in seinem aktuellen Marktkommentar eine umfassende Standortbestimmung zu den Minenmärkten im Allgemeinen und zu den Perspektiven des FS Gold & Silver Reserve Fund im Speziellen.

Unter nachfolgendem Link gelangen Sie zum aktuellen Marktkommentar:

Linkpfeil  Managerkommentar des FS Gold & Silver Reserve Fund

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