SOLIT Newsletter vom 13. Juli 2012

SOLIT Kapital
Solit Kapital - substanzoptimiert, liquide, transparent
Solit Kapital News

Hamburg, 13. Juli 2012

SOLIT Gold & Silber News – Juli 2012


Die Eurokrise ist gelöst – mal wieder


Nach 19 Gipfeln und noch mehr Milliarden steht es um Europa faktisch nicht besser – im Gegenteil. Nach dem 100. Gipfel hat man den Euro entweder umgebracht oder ihn auf Kosten der Demokratie politisch alternativlos durchgesetzt. Nein, man bekämpft Symptome ohne die Ursachen der Misere zu beenden. Der Euro passt ökonomisch weder hinten noch vorn zusammen. Diese Tatsache ist nicht neu, wird aber beharrlich weiter ignoriert. Auf Kosten der deutschen Steuerzahler und Heerscharen arbeitsloser Jugendlicher in ganz Europa.

Die als "Eurorettung" bezeichneten Aktionen sind in Wahrheit zu aller erst Bankenrettungen. Inzwischen werden dauerhaft Steuergelder ins Schaufenster gelegt und Banken aufgefordert, sich zu bedienen – fast gratis. Aber nur im Notfall bitte! Wie lange geht das gut? Wie lange kann sich Deutschland Subvention für Südstaaten noch leisten? Wir wissen es nicht, nur, dass sich zu dem wenigen Glück noch mehr Pech dazu gesellen kann. Denn wenn man mit so hohem Einsatz spielt, also mit Billionen Volksvermögen, dann kann sehr Vieles schief gehen.

Gewiss wird man wie in den letzten Jahrzehnten versuchen, mit noch mehr Schulden das Finanzsystem am Laufen zu halten. Doch irgendwann müssen die Schulden ausgebucht werden, statt sie auf andere Schultern umzuverteilen. Im Klartext heißt das: Staatsbankrotte. In den Wirren dieser Zeit bleibt dem Sparer nur, sich zwischen Geldversprechen und Sachwerten zu entscheiden und entsprechend zu handeln, also rechtzeitig einen Teil der Ersparnisse aus diesem irrwitzigen Schneeballsystem abzuziehen und sie in etwas dauerhaft Werthaltiges wie Gold und Silber zu tauschen.

Die Schwäche des Euro hat den Goldpreis nur sanft korrigieren lassen. Die Preise notieren lediglich sechs Prozent unter dem Allzeithoch. Bei Silber ist das Schnäppchen aktuell größer. Vielleicht bedarf es nur eines kleinen Anstoßes, und die Edelmetalle tun das, was sie in den letzten zwölf Jahren am besten konnten: Steigen.

Mit freundlichen Grüßen

Karsten Dümmler, Geschäftsführer

Robert Vitye, Geschäftsführer



Themenübersicht:


   

Audio-Podcast: "Was ist der Preis für Europa"  


Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank und Erfolgsbuchautor sowie Hannes Zipfel, Querdenker und Chefökonom der VSP AG, liefern sich ein Streitgespräch über die Ursachen und den weiteren Verlauf der Eurokrise.

Bei allen Differenzen, die zum Teil auch emotional vorgetragen werden, sind sich beide Experten in einer Sache einig: Gold und Silber sind das bessere Bargeld in diesen unsicheren Zeiten.

Linkpfeil  Viel Vergnügen beim Zuhören

 
   

Aktuelle Preisentwicklung bei Gold & Silber

Unbeachtet von den Medien und außerhalb des Wahrnehmungsbereichs der meisten Anleger befindet sich der Goldpreis in Euro auf Rekordkurs. Auch der Silberpreis hält sich in Euro wegen der Außenabwertung der krisengeschüttelten Gemeinschaftswährung sehr stabil oberhalb des langfristigen Aufwärtstrends. Der Anlageklassenvergleich über zehn Jahre zeigt unmissverständlich, dass Gold und Silber für Euroinvestoren die überlegene Anlageklasse ist und höchstwahrscheinlich auch bleiben wird, in Anbetracht der politischen und ökonomischen Gemengelage in Europa und der Welt.

Aktuell müssen Anleger für eine Unze Gold (31,1 g) bereits wieder über 1.300 Euro bezahlen (1.300,50 EUR/Unze). Dies entspricht einem Preisanstieg zum Vormonat von 36 Euro bzw. +2,85%. Zum Vorjahr verzeichnet das gelbe Edelmetall nach wie vor einen signifikanten Gewinn in Höhe von +21,6%, der im Rahmen eines SOLIT-Investments nach 12 Monaten steuerfrei vereinnahmt werden kann. (Datenstand: 10. Juli 2012).

Quelle: Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 10. Juli 2012)

Silberpreis – die Unterstützung hält

Der Preis für eine Unze Silber hält sich stabil über dem mittelfristigen Aufwärtstrend und liegt aktuell bei 22,31 Euro/Unze (31,1 g). Im Monatsvergleich notiert die Unze Silber mit -1,3% leicht niedriger. Gegenüber der Vorjahresperiode weist Silber für Euro-Investoren eine Preisvergünstigung von aktuell 12,2% auf (Datenstand: 10. Juli 2012).


Quelle: Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 10. Juli 2012)


Wir bewegen uns momentan in einem Umfeld, in dem die Pro-Argumente für Gold aber auch für Silber ganz klar überwiegen: Mit Beginn des Juli startet die saisonal starke Phase für Edelmetalle, die vor allem von der dann stark anziehenden Nachfrage der Schmuckindustrie getragen wird. Im Vergleich zum Vorjahr ist zudem der Terminmarkt in Rekordmaß von spekulativen Engagements bereinigt, so dass ein kräftiger, Basiseffekt bedingter Preisanstieg für das dritte Quartal zu erwarten ist. Die neuerliche Eskalation der Eurokrise in Spanien und Italien sorgt zusätzlich für Auftrieb der Notierungen in Euro und befeuert die europäische Investorennachfrage – besonders in Deutschland. Ein Indikator für die krisenbedingt starke Nachfrage sind die weltweiten Bestände in physisch gedeckten Goldfonds, die im Juni auf einen neuen Rekord gestiegen sind.

Quelle: Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 10. Juli 2012)

In Kombination mit den gleichzeitig rekordniedrigen Leitzinsen von nur noch einem dreiviertel Prozent in der Eurozone und der offen kommunizierten Bereitschaft der EZB (Europäische Zentralbank), jederzeit die Notenpresse wieder anzuwerfen, um die Euromisere zu prolongieren, zeichnet sich ein sehr konstruktives Bild für Gold- und Silberinvestments in diesen Tagen. Nutzen Sie die momentan noch günstigen Silberpreise zum Akkumulieren von Beständen.

Es ist davon auszugehen, dass, wie in der Vergangenheit, im Rahmen eines neuerlichen Preisanstiegs bei den monetären Edelmetallen der Silberpreis den Goldpreis signifikant outperformen wird. Das aktuelle Gold-/Silberpreis-Verhältnis von über 58 ist fundamental durch nichts zu rechtfertigen. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass das faire Preisverhältnis von ca. 15 mittelfristig wieder erreicht wird.

Quelle: Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 10. Juli 2012)

 

Cash is King – aber Cash ist nicht gleich Cash

Kürzlich ließ sich ein bekannter deutscher Wirtschaftsprofessor im Handelsblatt zum Thema Eurokrise zu der ermunternden Aussage hinreißen: "Wir haben in Europa schon schlimmere Krisen überstanden". Völlig richtig. Zum Beispiel den Zerfall der Kronenzone Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Damals bildete sich nach dem ersten Weltkrieg aus den Nachfolgestaaten des Habsburgerreichs eine Währungsunion, bestehend aus Österreich (Sitz der Zentralbank), Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien Herzegowina, und Teilen Jugoslawiens, Polens, Rumäniens und Italiens. Die sogenannte "Kronenzone" überdauerte jedoch nur zwei Jahre und zerfiel dann wieder in die einzelnen Nationalwährungen. Gründe für das Scheitern waren u.a. die extreme Heterogenität der Ökonomien und die Überschuldung in einigen Mitgliedsstaaten. Eine gemeinschaftliche Währung kann eben nur in Kombination mit einer einheitlichen Fiskal- und Wirtschaftspolitik funktionieren – so wie zum Beispiel in den USA. Eine einheitliche Politik in ungleichen souveränen Staaten umzusetzen, ist nach allen historischen Erfahrungen jedoch nicht möglich.

Österreich hatte in höchster Not und zur Abwendung des ökonomischen Scheiterns der Union und Österreichs 1919 den damals wohl brillantesten Ökonomen Europas zum Finanzminister ernannt – Joseph Schumpeter.

Schumpeter analysierte die Lage bereits einige Zeit zuvor glasklar in seinem Aufsatz unter dem Titel "Die Krise des Steuerstaates". Er dekliniert darin alle Lösungsmöglichkeiten durch, von Sparanstrengungen zur Haushaltssanierung über Steuererhöhungen bis hin zum Drucken von Geld. Am Ende seiner Analyse kommt er nur zu einer realistischen Lösung: Schuldenschnitt oder zu Neudeutsch "Haircut". Er empfiehlt einen signifikanten Schnitt, der sich so schnell nicht wiederholen darf, um das Vertrauen der Wirtschaftssubjekte schnellstmöglich nach dem Staatsbankrott wieder herzustellen. Am Ende scheiterte der Wissenschaftler an der politischen Realität. Keiner wollte dem Wahlvolk die Wahrheit sagen und ihm das Ersparte in Form von Staatsanleihen, Kriegsbonds und Lebensversicherungen wegnehmen.

Man entließ Schumpeter und wählte eine Option, von der er massiv abgeraten hatte – man druckte Geld. Schumpeter ließ sich jedoch vor seiner Abdankung noch eine Banklizenz ausstellen und kaufte u.a. Gold und andere Rohstoffe. Die Inflation kam und Schumpeter lebte gut davon.

Lehren für die Eurokrise

Mit dem näher rückenden Zerfall der Eurozone, macht es Sinn, sich über konkrete Maßnahmen im persönlichen Bereich Gedanken zu machen. Vor allem, wie man sein Eigentum schützen kann.

Die Wirtschaftsgeschichte bietet diesbezüglich einen reichhaltigen Fundus an Lehren. Da es auch in der Eurokrise um die Alternativen Bankrott und Zerfall der Währung oder Inflation geht (Entwertung der Währung), ist der Ratschlag früherer Generationen ganz klar: Keine Staatsanleihen, keine Lebensversicherungen sondern Sachwerte und Bargeld (Cash). Aber Bargeld eben nicht in der zerfallenden und inflationierten Währung. Man sollte stattdessen ein Bargeld wählen, das von den Verwerfungen des Währungssystems nicht betroffen ist – das sozusagen außerhalb des Systems angesiedelt ist.

Seit Jahrhunderten scheiterten Währungen und Währungsunionen. Eines war in jedem dieser Fälle – und zwar ohne historische Ausnahme - die richtige Entscheidung: Einen Teil des Vermögens in den unbestechlichen und knappen Rohstoffwährungen mit intrinsischem Wert zu sichern – Gold und Silber.

Im Anschluss an den Höhepunkt der Krisen (Währungszerfall) bot sich in den allermeisten Fällen die Möglichkeit, das so gerettete Vermögen in dann sehr preiswerte Aktien der die Krise überlebenden Unternehmen zu investieren oder andere Vermögenswerte günstig zu erwerben. Gold und Silber können nicht Bankrott gehen. Es sei denn, man ändert die menschliche Natur und gewöhnt ihm den instinktiven Hang zum Golde ab. Das jedoch hat ebenfalls ausnahmslos noch nie funktioniert – obwohl es permanent versucht wurde.

Die Notenpresse läuft sich schon warm


Quelle: Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH (Daten bis 10. Juli 2012)


Die Währung ist schon im Sinkflug

Quelle: Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH

Der Krisenindikator leuchtet schon rot

Quelle: Thomson Reuters | Grafik: Solit Kapital GmbH

Abbestellen: Um Ihre E-Mail-Adresse aus der Verteilerliste auszutragen, senden Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff "Newsletter abbestellen" an info@solit-kapital.de.

Impressum
SOLIT Kapital GmbH
Friesenstraße 1
20097 Hamburg
Email: info@solit-kapital.de

Geschäftsführer
Karsten Dümmler
Robert Vitye
Tel.: 040 80 90 81-520
Fax: 040 80 90 81-521

FA Hamburg-Hansa
Sitz: Hamburg
Steuernummer: 22 / 819 / 42916
Handelsregister Hamburg: HRB 107913

Verantwortlicher gemäß § 55 Abs. 2 RStV:
Robert Vitye
Friesenstr. 1
20097 Hamburg

Hinweise zur Vervielfältigung / Copyright:
Inhalte und Gestaltung der Internetseite sind urheberrechtlich geschützt. Eine Vervielfältigung von Seiten, Inhalten und / oder Bildern bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der SOLIT Kapital GmbH, soweit die Vervielfältigung nicht ohnehin gesetzlich gestattet ist.

Design created by werksfarbe.com

2017-04-07T10:40:39+00:00