SOLIT Newsletter vom 18. April 2013

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Solit Kapital News

Hamburg, 18. April 2013

SOLIT Gold & Silber News – April 2013 

Starker Preisrückgang bei Gold und Silber

 
Sehr geehrter Leser, sehr geehrte Leserin,

am Freitag vergangener Woche startete ein sehr heftiger und plötzlicher Kursrutsch an den Edelmetallmärkten, speziell bei Gold und Silber. Dieser setzte sich am Montag dieser Woche weiter fort und gewann zum Wochenauftakt sogar noch an Dynamik. Gold vergünstigte sich im Zuge des jüngsten Preisrückgangs auf Eurobasis um 12,9% und Silber um 16,6%.

Wichtig zu wissen ist, dass es keinen Einbruch bei der physischen Nachfrage gab. Die Informationen, die wir von anderen Edelmetallhändlern und von den uns zuliefernden Scheideanstalten bekommen haben, deuten ganz im Gegenteil sogar auf eine regelrechte Explosion der Nachfrage in Folge der Preisrückgänge hin. Auch in dem von der Solit-Gruppe betriebenen GoldSilberShop.de war der Montag dieser Woche der absatzstärkste Tag seit Unternehmensgründung, nur noch getoppt vom Dienstag dieser Woche. Das Verhältnis zwischen Käufern zu Verkäufern liegt mittlerweile bei den großen Metallhändlern bei 30:1. Weltweit sind mittlerweile sogar signifikante Lieferverzögerungen bis hin zu Produktengpässen im physischen Großhandel zu beobachten.

Es waren wieder einmal die Terminmärkte in London und New York, die für einen massiven Ausverkauf verantwortlich zeichneten. Das Handelsvolumen betrug allein an der US-Terminbörse COMEX 2.336 Tonnen Gold; das entspricht 82% der Weltjahresproduktion. Mit dem realen Goldhandel hat das nichts mehr zu tun. Das ist Preismanipulation pur.

Das Positive daran ist jedoch, dass Investoren erneut in den Genuss signifikanter Preisnachlässe kommen, bei sich gleichzeitig verschärfendem Stresszustand des europäischen Bankensystems.
Was die Terminmarktakteure betrifft, so ist ihr Einfluss auf die Preisbildung dann erschöpft, sobald es an die physische Lieferung geht. Die Manipulation über Papiergoldkontrakte sowie die dahinter stehende Motivation sind mittlerweile derart offensichtlich, dass ein negativer Einfluss auf die physische Nachfrage von Gold ausbleibt – sich sogar ins Gegenteil verkehrt.

Wie in der Vergangenheit in ähnlichen Situationen nutzen private Investoren und Zentralbanken der Überschussländer das ermäßigte Preisniveau erneut für massive Käufe. Schließlich hat sich an den Gründen für den Umtausch von US-Dollar, Euro, Yen oder Pfund in die Edelmetallwährungen Gold und Silber nichts geändert. Die Gemengelage sieht in der Realität abseits der durch Spekulanten und Großbanken verzerrten Terminmarktpreise doch so aus:
  • Ultralaxe Geldpolitik der Notenbanken (zuletzt Japan mit einer dramatischen Ausweitung der Geldschöpfung auf 75 Mrd. US-Dollar pro Monat!)
  • Zuspitzung der Wirtschaftskrise in Südeuropa
  • Zuspitzung der Bankenkrise in der Eurozone, speziell in Spanien und Italien
  • EU-Direktive vom 14. April, die – wie in Zypern geschehen – die Konfiskation von Bankeinlagen, Termingeldern, Sparbüchern etc. im Falle einer Bankeninsolvenz festlegt
  • Zuspitzung diverser geopolitischer Konflikte (Nordkorea, Iran, Syrien etc.)
  • Sinkende Goldproduktion wegen fallender Erzgehalte, Minenschließungen und steigender Förderkosten (durchschn. Förderkosten pro Unze weltweit bei ca. 1.200 USD)
  • Aggressive Akkumulation von Goldbeständen durch die Zentralbanken von Überschussländern (allein in 2012 über 19% der Jahresproduktion)
  • Permanent zunehmende Anwendungsgebiete von Silber und kontinuierlich steigende industrielle Nachfrage nach dem 'kleinen Bruder' des Goldes
Gold und Silber fungieren seit über 5.000 Jahren als sichere Vermögensspeicher. Sie schwanken im Preis, sind aber nicht wie der Euro in ihrer Existenz bedroht.

Stellen Sie sich in dieser für Edelmetallinvestoren anspruchsvollen Situation eine ganz einfache Frage: Worauf wollen Sie bei Ihrer Altersvorsorge und dem Schutz Ihres Vermögens vertrauen? Auf die Wahrung Ihrer Interessen durch die wechselnden politischen Protagonisten oder auf die ältesten und stabilsten Währungen unserer Zivilisation? Die Antwort liegt auf der Hand …

   
 
Mit freundlichen Grüßen

Karsten Dümmler, Geschäftsführer

Robert Vitye, Geschäftsführer

    


Themenübersicht:

 

Aktuelle Preisentwicklung bei Gold und Silber


Mit den Preisrückgängen der letzten Tage setzt sich der Abwärtstrend der monetären Edelmetalle in diesem Jahr fort. Auffällig ist jedoch, dass die physische Nachfrage, speziell bei Münzen und Barren, seit Jahresbeginn neue Rekordmarken aufstellt, bei gleichzeitig rückläufiger Minenproduktion. In einem normal funktionierenden Markt würde diese Gemengelage stark steigende Preise zeitigen.

Spätestens seit der Enteignung von Haltern von Bankeinlagen in Zypern wird vielen Menschen, aber auch Unternehmen bewusst, dass sie mit ihren Kontoeinlagen ihren Banken Kredite geben und somit ungewollt zu Banken-Gläubigern werden. Da in unserem heutigen fraktionalen Bankensystem (Teilreservesystem) diese wiederum ein vielfaches der Einlagen zu riskanten Kredit- und Investmentgeschäften einsetzen dürfen, ist jeder Sparer, egal ob via Kontoguthaben, Festgeld oder Sparbuch, automatisch an den toxischen Risiken der Bankenbilanzen beteiligt. Das Vertrauen in das Bankensystem war selten so erschüttert wie heute. Gerade deshalb sollte offensichtlich der seit über 5.000 Jahren bewährte 'Fluchthafen' der monetären Edelmetalle diskreditiert werden, um das unmoralische Einlagengeschäft der Banken zu schützen. Unmoralisch deshalb, weil Kunden Sicherheit vorgegaukelt wird, die real nicht existiert und mit den de facto negativ verzinsten Kundeneinlagen hochriskante Finanzwetten, z.B. in italienischen Schuldverschreibungen oder Finanzderivate aller Art, eingegangen werden. Der Bankkunde trägt das volle Risiko, ohne auch nur ansatzweise an dem Ertrag beteiligt zu werden. So werden Kapitalmarktgesetze einseitig zu Gunsten der Banken pervertiert.

Ob die durchschaubare Intention, die Bankkunden vom Tausch ihrer Einlagen in Gold und Silber abzuhalten, während das marode Bankensystem gleichzeitig immer stärker und unkontrolliert erodiert, erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. Momentan sieht es eher so aus, als dass sich lediglich die Halter von Edelmetallderivaten (Termingold, Papiergold) die Finger verbrannt haben. Die Besitzer von physischem Gold und Silber hingegen nutzen die terminmarktgesteuerte 'Rabattaktion' zum Aufstocken ihrer Positionen sowie zu Neukäufen. So droht der Versuch, den Investoren Gold und Silber abspenstig zu machen, dort zu scheitern, wo die Manipulatoren nahezu machtlos sind: auf der physischen Seite.

Selbst die mediale Untermalung durch vielfach aggressives und undifferenziertes 'Gold-Bashing' scheint eher nach hinten loszugehen, wenn man sich die Schlangen vor den Kassenschaltern der Edelmetallhändler anschaut. Der gesunde Menschenverstand lässt sich eben nicht durch oberflächliche Berichterstattung wegargumentieren.

Positiv herauszuheben aus der gescholtenen Medienberichterstattung ist der Artikel des Wirtschaftsjournalisten Frank Doll mit dem Titel "Geheime Goldpolitik", der in der Wirtschaftswoche sowie im Handelsblatt erschienen ist und dessen Lektüre wir Ihnen unter folgendem Link empfehlen:

Linkpfeil   Hier den Artikel "Geheime Goldpolitik" im Handelsblatt online vom 17.04.2013 lesen
 
Mit dem jüngsten Kursrutsch beim Gold wurde die Unterstützungszone im Bereich von 1.177 bis 1.210 Euro nach unten verlassen. Die nächsten massiven Unterstützungen beginnen in dem nun erreichten Bereich um 1.000 Euro/ Unze.



Quelle: Thomson Reuters | Grafik: SOLIT Kapital GmbH (Daten bis 16. April 2013)

Anleger zahlen momentan für eine Unze Gold (31,1g) lediglich 1.060 EUR. Dies entspricht im Zwölfmonatsvergleich einem Preisabschlag in Höhe von 204 Euro bzw. 16,2% (Datenstand: 17. April 2013).

Der Silberpreis ist mit der Preisbewegung der letzten Tage ebenfalls aus seiner charttechnisch konstruktiven Konsolidierungsphase herausgedrängt worden. Auf Grund der relativen Marktenge und der damit einhergehenden leichteren Beeinflussbarkeit der Terminmärkte war der Preisverfall bei Silber sogar noch deutlicher ausgeprägt als bei Gold.


Quelle: Thomson Reuters | Grafik: SOLIT Kapital GmbH (Daten bis 16. April 2013)

Der Preis für eine Unze Silber (31,1g) liegt aktuell bei 17,88 Euro. In der Zwölfmonatsbetrachtung weist Silber für Euro-Investoren aktuell einen Preisabschlag in Höhe von 25,7% auf (Datenstand: 17. April 2013).

Das Preisverhältnis zwischen Gold und Silber hat sich im Zuge der jüngsten Preisnachlässe weiter zu Gunsten von Silber verschoben und beträgt aktuell 1:59. Damit ist Silber extrem unterbewertet und befindet sich nach wie vor weit entfernt von dem gemäß der natürlichen Vorkommen fairen Wertverhältnis von ca. 1:15. Silber besitzt daher mittelfristig das im Vergleich zu Gold deutlich höhere Wertpotenzial.

 Quelle: Thomson Reuters | Grafik: SOLIT Kapital GmbH (Daten bis 16. April 2013) 

Um die aktuelle Preisentwicklung in den historischen Kontext zu stellen, haben wir eine vergleichbare Phase aus dem letzten Edelmetallzyklus von 1971 bis 1980 dargestellt.

Quelle: Bloomberg | Grafik: SOLIT Kapital GmbH 

In der Zeit von Dezember 1974 bis August 1976 kam es zu einem Preisabschlag von nahezu 50%, obwohl sich an der fundamentalen Gemengelage nach dem begründeten Anstieg der Edelmetallnotierungen ab 1971 rein gar nichts geändert hatte. Am 15. August 1971 hatte Präsident Nixon die Kopplung des US-Dollars vom Gold aufgekündigt (Schließung des Goldfensters). Fortan war die Geldmenge nicht mehr durch Gold verankert und explodierte, ebenso wie die Inflation, die auch während der heftigen Korrekturphase des Goldes offen zu Tage trat – analog zur heutigen Zeit mit der immer weiter fortschreitenden Euro- und Bankenkrise. 

Als klar war, dass sich die Gemengelage trotz aller geldpolitischen Gegenmaßnahmen weiter zuspitzte, setzte der Goldpreis seinen Anstieg nach der zwischenzeitlichen Preiskorrektur um weitere rund 700% bis auf ein Niveau von 850 US-Dollar im Januar 1981 fort. 

Gestoppt werden konnte der Preisanstieg des Goldes erst durch dramatische Zinsanhebungen der US-Zentralbank FED auf über 17%, die unter dem damaligen Zentralbankchef Paul Volcker erfolgten. Die damals geringe Verschuldung von Staat, Verbrauchern und vor allem der Banken ließ einen solchen Zinsschritt zur Abwehr gegen das zinslose Gold und zur Verteidigung des Dollars noch zu. Heute ist die Zinswaffe wegen der Extremverschuldung stumpf. Was bleibt, ist der hilflose Versuch, Edelmetallinvestoren über Preismanipulationen des Terminmarktes zu verunsichern. Man ist geneigt zu sagen: Netter Versuch!

   


   

Online-Konferenz "Eurokrise und Edelmetallbesitz – welchen Enteignungsschutz bieten Gold und Silber?" vom 4. April 2013 jetzt online abrufbar


In der aus aktuellem Anlass kurzfristig anberaumten Onlinekonferenz Spezial mit dem Fokus auf Zypernkrise und Edelmetall-Investment, die auf sehr großes Interesse stieß, analysierte und kommentierte SOLIT-Edelmetallanalyst Hannes Zipfel gewohnt kritisch den aktuellen Sachstand zu der zwischen der Geldgeber-Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) und zyprischer Regierung vereinbarten Zwangsabgabe größerer zyprischer Bankguthaben als geforderte Voraussetzung für das internationale Zypern-Hilfspaket.

Zipfel, der seine Schlussfolgerungen aus der Zypern-Krise, die mehr noch eine 'Euro-Zypern-Krise' ist, pointiert als Handlungsempfehlungen für den krisengeschüttelten Anleger formuliert, ist sich sicher: Zypern wird kein Einzelfall bleiben. Vielmehr ist der sichtbar neu eingeschlagene Weg zur Beseitigung der Finanzkrise eines Euro-Südstaates tiefgreifender Ausdruck der Bereitschaft zur politischen 'Willkürlösung' der Eurokrise, bei der sich die EZB aus starkem Eigeninteresse durchgesetzt hat.

"Das Vertrauen in das europäische Bankensystem und das Image der EZB sind durch den Präzedenzfall Zypern nachhaltig beschädigt," lautet Zipfels Fazit, der dem Anleger als 'zypernsichere Lösungen' neben den bankenunabhängigen 'Krisenwährungen' Gold und Silber auch realwertbasierte Investments in Ländern mit rohstoffbesicherten Währungen außerhalb der Eurozone empfiehlt.

Die Inhalte der Onlinekonferenz im einzelnen:
  1. Zypernkrise und die Lehren daraus
  2. Diagnose-Update Eurokrise
  3. Konsequenzen für den Vermögensschutz
  4. Gold- & Silberpreisentwicklung
  5. Allgemeines Marktbild Gold & Silber
  6. Welche Edelmetall-Investments bieten den besten Schutz?
 


Die Onlinekonferenz vom 4. April steht auf dem SOLIT-YouTube-Kanal kostenfrei zur Ansicht; binnen 10 Tagen hat das Video imponierende 2.500 Zugriffe gesehen:

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