Wertentwicklung von Edelmetallen = Wertverlust der Währungen

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen umfangreiche Informationen und Charts zu historischen und aktuellen Gold- und Silberkursen sowie zur Gold-Silber-Ratio bereit. Außerdem finden Sie hier eine Aufstellung der Gold- und Silberrenditen der letzten Jahre sowie eine detaillierte Darstellung zur Wertentwicklung von Gold im Vergleich zu weiteren, relevanten Anlageklassen.

Über die folgenden Menüpunkte können Sie durch unseren Beitrag navigieren:

Goldpreis, Dow Jones und US-Zinsanlagen im Vergleich – Langzeitchart

Vor 45 Jahren – am 15. August 1971 – wurde mit der Aufkündigung des US-Dollar Einlöseversprechens in Gold durch Präsident Richard Nixon der US-Dollar als Fiatwährung geboren. Dies war der Startschuss für ein historisch einmaliges Währungsexperiment: Die ungedeckte Papiergeldära.

Wie haben sich die einzelnen Anlageklassen seit dem Beginn der entfesselten Geld- und Schuldenorgie entwickelt? Zu welcher Zeit waren Goldinvestments überlegen? Wann waren Aktien profitabel?

Gold glänzt am stärksten: Geduld zahlt sich aus!

Das abgebildete Vergleichschart, in dem Goldpreis, Dow Jones und US-Zinsanlagen im Zeitverlauf – beginnend mit der Aufgabe der Gold- / US-Dollar-Bindung – sowie wichtige historische Ereignisse abgetragen sind, liefert Antworten zu all den obenstehenden Fragen.

Die folgende Grafik verdeutlicht, dass der historischen Entscheidung Nixons im Jahre 1971 eine Dekade stark steigender Goldpreise folgte. Ursache hierfür war der zunehmende Vertrauensverlust in die ungedeckten Währungen. Verstärkt wurden diese Entwicklungen zudem durch die Folgen der Ölkrise.

Langzeitchart - Goldkurs in USD

Anlageklasse im Langfristvergleich: US-Dollar – Zum Vergrößern bitte klicken

Langzeitchart - Goldkurs in Euro

Anlageklasse im Langfristvergleich: Euro – Zum Vergrößern bitte klicken

Langfristig positive Wertentwicklung für Gold

Interessant: Ebenso wie die aktuelle Goldhausse, die im Jahr 2001 ihren Ursprung hat, ist auch der Verlauf der 1970er Hausse von einer mehrjährigen, für Goldinvestoren durchaus empfindlichen zyklischen Korrektur mit nahezu 50% Kursrückgang (1974-76) unterbrochen worden. Anleger wurden in den darauffolgenden Jahren (1976-80) mit einem Kursanstieg von nahezu 800% für ihre Geduld und Weitsicht ihrer Investition belohnt.

Mit einer abrupten Zinserhöhung auf über 17% beendete der damalige FED-Präsident Paul Volcker 1980 diese Goldhausse. Zwei Dekaden mit positivem Realzins, globalem Wirtschaftswachstum und das aufziehende Computer-Zeitalter (Stichwort: Industrielle Revolution) folgten. In diesem Umfeld der 80er und 90er Jahre des letzten Jahrtausends war die Partizipation an Produktivkapital über Aktienengagements gegenüber dem unverzinsten Gold folglich auch überlegen.

Gold als Maßstab für Inflation

Trotz der oft schwankenden Wertentwicklung von Gold blickt das Edelmetall auf eine konstant bleibende Kaufkraft zurück. Der Wert des Edelmetalls bleibt somit – unabhängig von der aktuellen Entwicklung des Goldpreises in Euro –  auch über Jahre hinweg annäherungsweise gleich. Dies führt dazu, dass das Edelmetall Gold als Maßstab für Inflation herangezogen werden kann, denn sowohl kurz- als auch langfristig werden Ungleichgewichte durch den gleichbleibenden Wert des Edelmetalls ausgeglichen.

Besonders im Hinblick auf den Wertverlust des Euros kommt diesem Phänomen eine hohe Bedeutung zu. Denn auch heute noch können mit einer Unze Gold die gleichen Sachwerte wie noch vor ein paar Jahrhunderten erworben werden, während unser Papiergeld – und somit auch der Euro – immer weiter an Wert verliert. Somit bietet das Edelmetall Gold aufgrund seiner gleichbleibenden Kaufkraft wohl die beste Absicherung gegen den Wertverlust des Euros und gegen Inflation.

Das Platzen der Dotcom-Blase: Beginn der aktuellen Goldhausse

Die Folge der Aktienhausse: Die Dotcom-Blase, deren Platzen den Übergang zur seit dem Jahr 2001 anhaltenden säkularen Goldhausse markiert. Als Reaktion auf das Platzen dieser New-Economy-Blase wurde weltweit eine Ära historisch einmaliger Notenbankinterventionen zur Aufrechterhaltung der Schuldentragfähigkeit eingeläutet. Trotz im Zeitverlauf immer aggressiverer Zinssenkungen, Rettungspakete, Anleihe- sowie weiterer Wertpapierkäufe durch die Zentralbanken vermag eine nachhaltige konjunkturelle Trendwende nicht mehr gelingen. Vielmehr häufen sich Finanzblasen, Krisen und Risiken.

Letztlich bleibt zu konstatieren, dass eine ursächliche Bekämpfung der in globaler Dimension geschichtlich einmaligen Überschuldung nicht stattfindet, sondern vielmehr die Probleme jeweils von Seiten der politischen Protagonisten in die Zukunft verlagert werden. Wie so oft in der Geschichte wird versucht, die Rückzahlung der Schulden in durch monetäre Inflation wertgeminderter Währung vorzunehmen – auf dem Rücken der Sparer, Arbeiter und Rentner, die mit den Konsequenzen der Währungs-Verwässerung konfrontiert sind.

Eine Erhöhung der Zinsen in den historischen Normalbereich – oder sogar darüber hinaus – ist im Gegensatz zum Jahr 1980 unter Berücksichtigung der aktuellen globalen Schuldenlast völlig undenkbar. Das zeigen auch die aktuellen Notenbank-Entscheidungen.

Nach unserer festen Überzeugung wird die aktuelle Edelmetall-Hausse erst nach Bereinigung der weltweiten Überschuldung ihr Ende finden. Wie diese enorme Schuldenlast abgebaut werden soll, werden wir in den nächsten Jahren erleben. Im Werkzeugkasten befinden sich u.a. Schuldenschnitte, (Hoch-)Inflation oder auch eine beliebige Kombination aus beidem.

Vieles spricht dafür, dass Gold- und Silberinvestoren für ihre Geduld in ähnlicher Weise belohnt werden wie Anleger, die sich von der Korrektur während des Gold-Zyklus in den 1970ern nicht haben abschrecken lassen.

Gold- und Silberrenditen in verschiedenen Währungen seit 2001

Seit dem Jahr 2001 konnte der Goldpreis gemessen an den neun weltweit wichtigsten Währungen um durchschnittlich rund 9 Prozent pro Jahr zulegen, Silber stieg im gleichen Zeitraum um mehr als 7 Prozent pro Jahr (Stand Ultimo 2016). Dieser Anstieg zeigt spiegelbildlich das Dilemma des zunehmenden Kaufkraftverlustes aller Währungen an.

Goldrendite in verschiedenen Währungen seit 2001

Goldrenditen seit 2001 – Zum Vergrößern bitte klicken

Goldrendite in verschiedenen Währungen seit 2001

Silberrenditen seit 2001 – Zum Vergrößern bitte klicken

Gold in unterschiedlichen Währungen

Neben dem Goldpreis in Euro ist im weltweiten Handel zudem die Beziehung zwischen dem Edelmetall und der US-amerikanischen Währung von großer Bedeutung. Dennoch bewerten Kapitalanleger, die weder aus dem europäischen noch dem amerikanischen Raum stammen, Gold in den Währungen ihres Landes. Um die Entwicklung des Goldmarktes richtig einzuschätzen ist es also wichtig, den Wert des Edelmetalls in allen relevanten Währungen zu betrachten. Denn nur so kann die Wertentwicklung von Gold frei von Fehleinschätzungen beurteilt werden.

Neben in Dollar gemessenen Goldpreisbewegungen bildet somit auch die Veränderung von Wechselkursen zwischen dem US-Dollar und anderen Währungen einen wichtigen Faktor wenn es darum geht, in Gold zu investieren. Denn genau diese Wechselkurse zwischen den Währungen verschiedener Länder beeinflussen den Goldpreis auch in anderen Währungen, wie beispielsweise dem Euro.

Nur Gold und Silber erfüllen Geldfunktion der Wertaufbewahrung

Gold und Silber als ultimative Währungen der letzten Instanz bieten historisch belegt den bestmöglichen Schutz gegen unseriöse Geldpolitik sowie Finanz- und Währungskrisen. So setzten die als euphemistisch als „Rettungsprogramme“ bezeichneten „unkonventionellen“ Notenbankmaßnahmen eine seit dem Jahr 2001 andauernde langfristige Hausse der Gold- und Silberpreise in Gang – zwischenzeitliche Preiskorrekturen bieten seither immer wieder besonders attraktive Einstiegs- oder Nachkaufgelegenheiten!

Wichtig zu verstehen ist, dass steigende Gold- und Silberpreise lediglich den sich beschleunigenden Wertverlust aller ungedeckten Währungen weltweit aufzeigen. Neben dem Zwecke des Tauschmittels und der Recheneinheit gehört auch die Wertaufbewahrung zu den Aufgaben einer Währung.

Nur Gold und Silber vermögen heute den langfristigen Schutz der Kaufkraft zu leisten und dienen somit als Hort der Sicherheit zur Konservierung von Ersparnissen für die Zukunft!

Durchschnittsrenditen Gold seit 2001

Durchschnittsrenditen von Gold im Zeitverlauf – Zum Vergrößern bitte klicken

Übersicht Silberrenditen seit 2001

Durchschnittsrenditen von Silber im Zeitverlauf – Zum Vergrößern bitte klicken

„Gold funktionierte seit der Zeit Alexander des Großen. Wenn etwas über zweitausend Jahre Bestand hat, ich denke, dann nicht aufgrund von Vorurteilen oder einer falschen Theorie.“

Bernard Baruch, US-amerikanischer Finanzier (1870-1965)

Aktuelle und historische Goldpreisentwicklung – In Euro und US-Dollar

Die Geschichte der Goldkursentwicklung

Seit mehreren Tausend Jahren wird Gold als Tausch- und Zahlungsmittel genutzt, da es aufgrund seiner Seltenheit und seiner Beständigkeit einen konstant hohen Wert aufweist. Mit dem zunehmenden Tausch von Ware gegen Ware wurde eine Währung notwendig, um im Rahmen des Tauschhandels einen Gegenwert für die Waren vereinbaren zu können. Als eine Art erste Währung wurden Edelmetalle herangezogen, da die hieraus hergestellten Münzen leicht zu transportieren waren und zudem einen gleichbleibenden Wert nachwiesen. Der Wert dieser Währung wurde immer auf Basis des Goldgehaltes der Münzen gemessen, sodass ein Goldkurs zu dieser Zeit nicht notwendig war. Da der Wert von Goldmünzen schon bald nicht mehr anhand ihres Metallwertes festgemacht wurde, kam es schließlich zur Goldkursentwicklung. Seit dem 17. Jahrhundert wird der Goldkurs täglich in London festgelegt.

Wie kommt der Goldpreis zustande?

Der aktuelle Goldpreis am Finanzmarkt orientiert sich an der Angebots– und Nachfragesituation für Gold. Im Rahmen der Ermittlung der Goldkursentwicklung wird verschiedenen Faktoren eine wichtige Rolle zugeschrieben, wobei insbesondere Inflationsängste im Rahmen von politischen oder wirtschaftlichen Krisen, kurzfristige Ereignisse und Spekulationen, aber auch langfristige Erwartungen und die Finanzmarktdevisen von hoher Relevanz sind. Da das Edelmetall Gold vorwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch die wirtschaftliche Lage in den USA sowie der derzeitige Ölpreis den aktuellen Goldpreis in Euro. Dieser kann durch eine Umrechnung anhand des aktuellen Wechselkurses leicht aus dem, an den Börsen gehandelten Goldpreis in US-Dollar, ermittelt werden.

Neben den Goldfördermengen und der Goldnachfrage beeinflusst auch das Anlegerverhalten die Wertentwicklung von Gold. Der Wertverlust des Euro schürt die Angst vor Inflation und den damit verbundenen finanziellen Erwartungen für die Zukunft. Die Goldkursentwicklung richtet sich zudem nach den Notenbanken und deren Tätigkeiten bezüglich des Goldkaufs. Käufe und Verkäufe großer Goldmengen tragen zu einer hohen Volatilität des Goldpreises bei.

Bei der Bemessung des Goldpreises in Euro muss beachtet werden, dass der Anstieg des Wertes für eine Unze Gold nicht immer einen Wertanstieg des Goldes widerspiegelt, sondern möglicherweise lediglich im Wertverlust von Euro begründet ist. Die positive Wertentwicklung von Gold ist vor dem Hintergrund der liquiditätsorientierten Politik der Notenbanken häufig auf den sinkenden Wert von Währungen zurückzuführen.

Im Überblick: Einflussfaktoren auf die Wertentwicklung von Gold

Folgende Faktoren beeinflussen die Wertentwicklung des Goldpreises:

  • Angebots– und Nachfragesituation für Gold (z.B. in Industrie oder Technologie)
  • Politik und Wirtschaft
  • Kurzfristige Ereignisse mit Einfluss auf den Finanzmarkt, z.B. der Brexit
  • Wertentwicklung anderer Währungen
  • Aktueller Ölpreis
  • Verhalten der Anleger und Investoren
  • Inflationsängste

Goldcharts: Goldkursentwicklung in Euro und US-Dollar

Der Wert des Edelmetalls Gold unterliegt stetigen Schwankungen. Die folgenden Diagramme zeigen historische und aktuelle Goldpreise in Euro und US-Dollar. Mit Hilfe der Kurs-Diagramme können Sie sich die Edelmetallkurse entweder über mehrere Jahre anschauen oder aber durch einen Klick auf “Jahr” oder “Monat” die Ansicht weiter detaillieren. Markieren Sie einen Bereich im Diagramm und erhalten Sie lediglich zu dieser Auswahl Informationen über den Wert von Gold in diesem Zeitraum.


Goldpreis in Euro und seine Wertentwicklung


Goldpreis in US-Dollar und seine Wertentwicklung

Goldpreisentwicklung 2016 – Ein Rückblick

Goldpreisentwicklung 2016 in Euro pro Unze

Der Goldpreis in Euro für eine Feinunze (31,1 g) stieg im Jahr 2016 in der Spitze um mehr als 250 € (+26 %) an. Im Jahresverlauf korrigierte dieser starke Anstieg etwas, doch zeigte sich der Goldpreis robust. Zum Jahresende konnte dieser ein deutliches Plus von 123,9 € (+12,7 %) ausweisen. Zum aktuellen Zeitpunkt (Juni 2017) ist es äußerst unwahrscheinlich, dass der Goldpreis noch einmal auf das Preisniveau von Anfang 2016 zurückkehren wird. Stattdessen dürfte die kontinuierliche Abwertung des Euros sicherstellen, dass der langfristige Aufwärtstrend – seit dem Tief des Goldpreies in Euro Ende des Jahres 2013 – weiterhin Bestand haben wird. Seitens der EZB wurde bisher die Absicht der Fortsetzung einer lockeren Geldpolitik bis Ende 2018 mehrmals bekräftigt. Dies dürfte die fundamentale Basis für weitere Anstiege des Goldpreises darstellen.

Goldpreisentwicklung in Euro pro Unze 2016

Goldpreisentwicklung in Euro pro Unze 2016 – Zum Vergrößern bitte klicken

Goldpreisentwicklung 2016 in USD pro Unze

Goldpreisentwicklung in USD pro Unze 2016

Goldpreisentwicklung in USD pro Unze 2016 – Zum Vergrößern bitte klicken

In der US-amerikanischen Leitwährung stieg der Goldpreis, auf Grund eines volatilen Wechselkurses des Euros zum US-Dollar,  in der Spitze im Jahresverlauf noch kräftiger an – um 310 $ (+29%). Eine Stärke des Dollars zum Jahresschluss verminderte hingegen das Jahresergebnis, sodass der Anstieg mit 91,6$ (+8,6%) geringer ausfiel als in der europäischen Gemeinschaftswährung. Im Jahresverlauf hob die amerikanische Notenbank FED das zweite Mal seit dem historischen Zinstief den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,75% an.

Hintergründe zur Goldpreisentwicklung 2016

Wie auch schon in den beiden Vorjahren markierte der Zeitpunkt des Jahreswechsels 2015/2016 den Startpunkt einer zunächst dynamischen Aufwärtsbewegung bei den Edelmetallen, die bis zum Ende des dritten Quartals anhielt.

Im ersten Quartal des Jahres 2016 konnte der Goldpreis mit einem Plus von bis dahin 16,1 % den stärksten Quartalsanstieg seit 30 Jahren vorweisen. Diese positive Entwicklung ist hauptsächlich auf das Referendum zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zurückzuführen, welches zur Mitte des Jahres die Angst vor einem Auseinanderbrechen der Europäischen Union schürte und die Nachfrage nach Edelmetallen, als sicheren Hafen, ansteigen ließ. Die Geldmenge wurde in Folge dieser Entscheidung von der Bank of England drastisch ausgeweitet, was das britische Pfund stark abwertete. Durch die Fortführung und Ausweitung der weiterhin lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank wurden die Märkte schließlich wieder beruhigt.

Zum Jahresende sorgten die US-Wahlen schließlich weltweit für Unsicherheit. Bis zum Wahltermin konnte sich der Goldpreis auf relativ hohem Niveau halten. Euphorie in der Wirtschaft machte sich jedoch schließlich mit dem Wahlsieg Donald Trumps als neuer US-Präsident, der neben massiven Steuersenkungen auch Konjunkturspritzen in Form eines gigantischen Infrastrukturprogramms versprach, breit. Im letzten Quartal des Jahres 2016 verzeichnete Gold schließlich starke Abgaben, da seine Funktion des sicheren Hafens weniger gefragt war. Gleichzeitig kehrte die Risikoaffinität der Investoren zurück und die Aktienmärkte haussierten, was sich in massiven Zuflüssen in den US-Aktienmarkt sowie auch in den US-Dollar widerspiegelte. Nach den US-Wahlen legte der Außenhandelswert des US-Dollars kurzzeitig zu, wobei der Euro auf ein Tief von unter 1,034 $ fiel, was den Goldpreis in Euro unterstützte.

Wie sieht die zukünftige Wertentwicklung für Gold aus?

Die mögliche Entwicklung des Goldpreises wird häufig durch Goldpreis-Prognosen von Banken, wie z.B. Goldman Sachs, Barclays oder der Deutschen Bank, vorausgesagt. Aufgrund der vielen Faktoren, die einen Einfluss auf den Goldpreis haben, ist es allerdings schwierig, die Goldkursentwicklung treffend vorherzusehen. Allzeithochs oder Tiefstände des Goldpreises können allerdings Aufschlüsse über die weitere Wertentwicklung von Gold geben. Besonders da die Weltwirtschaft seit einigen Jahren mehrere Krisen überstehen musste, wird sich die Nachfrage nach Gold aufgrund des Wertverlustes von Euro und anderen Währungen zunehmend erhöhen.

Aktuelle und historische Silberpreisentwicklung – In Euro und US-Dollar

Im Überblick: Einflussfaktoren auf die Wertentwicklung von Silber

Folgende Faktoren beeinflussen die Wertentwicklung des Silberpreises:

  • Angebots– und Nachfragesituation für das Edelmetall Silber (z.B. in der Elektrotechnik, Lebensmittelindustrie, Chemie und Pharmazie)
  • Politik und Wirtschaft
  • Kurzfristige Ereignisse mit Einfluss auf den Finanzmarkt
  • Aktueller US-Dollar-Kurs (Silber wird in US-Dollar gehandelt)
  • Verhalten der Anleger und Investoren
  • Spekulationen
  • Inflationsängste, Vertrauensverluste in die Papierwährungen
  • Preisentwicklung von Gold (Silber wird aufgrund seiner monetären Eigenschaften als Alternative zu Gold angesehen)

Silbercharts: Silberkursentwicklung in Euro und US-Dollar

Der Wert des Edelmetalls Silber unterliegt stetigen Schwankungen. Die folgenden Diagramme zeigen historische und aktuelle Silberpreise in Euro und US-Dollar. Mit Hilfe der Kurs-Diagramme können Sie sich die Edelmetallkurse entweder über mehrere Jahre anschauen oder aber durch einen Klick auf “Jahr” oder “Monat” die Ansicht weiter detaillieren. Markieren Sie einen Bereich im Diagramm und erhalten Sie lediglich zu dieser Auswahl Informationen über den Wert von Silber in diesem Zeitraum.


Silberpreis in Euro


Silberpreis in US-Dollar

Silberpreisentwicklung 2016 – Ein Rückblick

Silberpreisentwicklung 2016 in Euro pro Unze

Silber konnte im Vergleich zu Gold im Jahr 2016 mit einem Plus von 2,38 € (+18,6 %) einen stärkeren relativen Zuwachs verzeichnen. Charttechnisch gelang es dem Silberpreis in Euro erstmals aus der dreijährigen Handelsspanne über den Widerstand bei 16,50€ auszubrechen, wobei ein Zwischenhoch bei 18,50 € (+45 %) ausgebildet wurde.Diese kurzzeitige Preisexplosion dürfte einen fundamentalen Trendwechsel und damit den Beginn eines neuen langfristigen Bullenmarktes über mehrere Jahren hinweg markieren. Auch die Bodenbildung im Silbermarkt dürfte damit abgeschlossen sein und die Tiefs der Vorjahre damit überwunden. In der Regel steigt und fällt Silber mit einem Hebel zum Goldpreis, sodass der stärkere Anstieg von Silber im Jahr 2016 typisch für einen Bullenmarkt ist. Wir vermuten, dass die Outperformance von Silber zum Gold im Laufe des Bullenmarktes sukzessive zunehmen wird, was sich typischerweise in einem fallenden Preisverhältnis von Gold zu Silber („Gold-Silber-Ratio“) ausdrücken wird.

Silberpreisentwicklung in Euro pro Unze 2016

Silberpreisentwicklung in Euro pro Unze 2016 – Zum Vergrößern bitte klicken

Gold-Silber-Ratio - 1975-2015

Silberpreisentwicklung 2016 in USD pro Unze

Silberpreisentwicklung in USD pro Unze 2016

Silberpreisentwicklung in USD pro Unze 2016 – Zum Vergrößern bitte klicken

Aufgrund der zur Jahresmitte schwachen Dollards, stieg der Silberpreis in der Spitze bis zu 6,7 $ (+48 %) je Feinunze (31,1 g) an. Der Jahresgewinn wurde schließlich auf Grund eines zum Jahresende starken Dollars, auf ein Plus von 2,09 $ je Unze (+15,0 % gegenüber Vorjahr) verringert. Die zweite Zinsanhebung in den USA wurde eingepreist, wovon die amerikanische Währung kurzfristig profitierte und Rohstoffpreise in US-Dollar unter Druck kamen. Fundamental zeigte sich der Silberpreis im Jahr 2016 auf Grund einer relativ schwachen Weltwirtschaft und einer gesunkenen Investmentnachfrage noch relativ schwach. Auch das physische Überangebot trat deutlich in den Terminmarktdaten zutage. Durch die massive Geldmengenausweitung der US-Notenbank in den Vorjahren entspricht ein Preis von 14 $ inflationsbereinigt den Tiefs der Jahrtausendwende bei 5 $.

 

Aktuelle und historische Gold-Silber-Ratio

Unter der Gold-Silber-Ratio wird das Verhältnis des Goldpreises und Silberpreises zueinander verstanden. So kann mithilfe dieses Verhältniswertes ermittelt werden, wie viele Unzen Silber für eine Unze Gold eingetauscht werden können. Besonders im Hinblick auf Investitionsentscheidungen bietet die Gold-Silber-Ratio eine entscheidende Hilfe, da so eine optimale Verteilung des vorhandenen Kapitals auf die verschiedenen Anlagemöglichkeiten ermittelt werden kann. Dabei entwickelt sich die Ratio nicht in allen Fällen parallel zu den Gold- und Silberkursen, weswegen Kursverluste durch ein Beachten der Gold-Silber-Ratio nicht unbedingt umgangen werden können.


Gold-Silber-Ratio aktuell und historisch

2017-08-01T15:55:58+00:00