Wertentwicklung von Edelmetallen = Wertverlust der Währungen

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen umfangreiche Informationen und Charts zu historischen und aktuellen Gold- und Silberkursen sowie zur Gold-Silber-Ratio bereit. Außerdem finden Sie hier eine Aufstellung der Gold- und Silberrenditen der letzten Jahre sowie eine detaillierte Darstellung zur Wertentwicklung von Gold im Vergleich zu weiteren, relevanten Anlageklassen.

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Goldpreis, Dow Jones und US-Zinsanlagen im Vergleich – Langzeitchart

Vor 45 Jahren – am 15. August 1971 – wurde mit der Aufkündigung des US-Dollar Einlöseversprechens in Gold durch Präsident Richard Nixon der US-Dollar als Fiatwährung geboren. Dies war der Startschuss für ein historisch einmaliges Währungsexperiment: Die ungedeckte Papiergeldära.

Wie haben sich die einzelnen Anlageklassen seit dem Beginn der entfesselten Geld- und Schuldenorgie entwickelt? Zu welcher Zeit waren Goldinvestments überlegen? Wann waren Aktien profitabel?

Gold glänzt am stärksten: Geduld zahlt sich aus!

Das abgebildete Vergleichschart, in dem Goldpreis, Dow Jones und US-Zinsanlagen im Zeitverlauf – beginnend mit der Aufgabe der Gold- / US-Dollar-Bindung – sowie wichtige historische Ereignisse abgetragen sind, liefert Antworten zu all den obenstehenden Fragen.

Die folgende Grafik verdeutlicht, dass der historischen Entscheidung Nixons im Jahre 1971 eine Dekade stark steigender Goldpreise folgte. Ursache hierfür war der zunehmende Vertrauensverlust in die ungedeckten Währungen. Verstärkt wurden diese Entwicklungen zudem durch die Folgen der Ölkrise.

Langzeitchart - Goldkurs in USD

Anlageklasse im Langfristvergleich: US-Dollar – Zum Vergrößern bitte klicken

Langzeitchart - Goldkurs in Euro

Anlageklasse im Langfristvergleich: Euro – Zum Vergrößern bitte klicken

Langfristig positive Wertentwicklung für Gold

Interessant: Ebenso wie die aktuelle Goldhausse, die im Jahr 2001 ihren Ursprung hat, ist auch der Verlauf der 1970er Hausse von einer mehrjährigen, für Goldinvestoren durchaus empfindlichen zyklischen Korrektur mit nahezu 50% Kursrückgang (1974-76) unterbrochen worden. Anleger wurden in den darauffolgenden Jahren (1976-80) mit einem Kursanstieg von nahezu 800% für ihre Geduld und Weitsicht ihrer Investition belohnt.

Mit einer abrupten Zinserhöhung auf über 17% beendete der damalige FED-Präsident Paul Volcker 1980 diese Goldhausse. Zwei Dekaden mit positivem Realzins, globalem Wirtschaftswachstum und das aufziehende Computer-Zeitalter (Stichwort: Industrielle Revolution) folgten. In diesem Umfeld der 80er und 90er Jahre des letzten Jahrtausends war die Partizipation an Produktivkapital über Aktienengagements gegenüber dem unverzinsten Gold folglich auch überlegen.

Gold als Maßstab für Inflation

Trotz der oft schwankenden Wertentwicklung von Gold blickt das Edelmetall auf eine konstant bleibende Kaufkraft zurück. Der Wert des Edelmetalls bleibt somit – unabhängig von der aktuellen Entwicklung des Goldpreises in Euro –  auch über Jahre hinweg annäherungsweise gleich. Dies führt dazu, dass das Edelmetall Gold als Maßstab für Inflation herangezogen werden kann, denn sowohl kurz- als auch langfristig werden Ungleichgewichte durch den gleichbleibenden Wert des Edelmetalls ausgeglichen.

Besonders im Hinblick auf den Wertverlust des Euros kommt diesem Phänomen eine hohe Bedeutung zu. Denn auch heute noch können mit einer Unze Gold die gleichen Sachwerte wie noch vor ein paar Jahrhunderten erworben werden, während unser Papiergeld – und somit auch der Euro – immer weiter an Wert verliert. Somit bietet das Edelmetall Gold aufgrund seiner gleichbleibenden Kaufkraft wohl die beste Absicherung gegen den Wertverlust des Euros und gegen Inflation.

Das Platzen der Dotcom-Blase: Beginn der aktuellen Goldhausse

Die Folge der Aktienhausse: Die Dotcom-Blase, deren Platzen den Übergang zur seit dem Jahr 2001 anhaltenden säkularen Goldhausse markiert. Als Reaktion auf das Platzen dieser New-Economy-Blase wurde weltweit eine Ära historisch einmaliger Notenbankinterventionen zur Aufrechterhaltung der Schuldentragfähigkeit eingeläutet. Trotz im Zeitverlauf immer aggressiverer Zinssenkungen, Rettungspakete, Anleihe- sowie weiterer Wertpapierkäufe durch die Zentralbanken vermag eine nachhaltige konjunkturelle Trendwende nicht mehr gelingen. Vielmehr häufen sich Finanzblasen, Krisen und Risiken.

Letztlich bleibt zu konstatieren, dass eine ursächliche Bekämpfung der in globaler Dimension geschichtlich einmaligen Überschuldung nicht stattfindet, sondern vielmehr die Probleme jeweils von Seiten der politischen Protagonisten in die Zukunft verlagert werden. Wie so oft in der Geschichte wird versucht, die Rückzahlung der Schulden in durch monetäre Inflation wertgeminderter Währung vorzunehmen – auf dem Rücken der Sparer, Arbeiter und Rentner, die mit den Konsequenzen der Währungs-Verwässerung konfrontiert sind.

Eine Erhöhung der Zinsen in den historischen Normalbereich – oder sogar darüber hinaus – ist im Gegensatz zum Jahr 1980 unter Berücksichtigung der aktuellen globalen Schuldenlast völlig undenkbar. Das zeigen auch die aktuellen Notenbank-Entscheidungen.

Nach unserer festen Überzeugung wird die aktuelle Edelmetall-Hausse erst nach Bereinigung der weltweiten Überschuldung ihr Ende finden. Wie diese enorme Schuldenlast abgebaut werden soll, werden wir in den nächsten Jahren erleben. Im Werkzeugkasten befinden sich u.a. Schuldenschnitte, (Hoch-)Inflation oder auch eine beliebige Kombination aus beidem.

Vieles spricht dafür, dass Gold- und Silberinvestoren für ihre Geduld in ähnlicher Weise belohnt werden wie Anleger, die sich von der Korrektur während des Gold-Zyklus in den 1970ern nicht haben abschrecken lassen.

Gold- und Silberrenditen in verschiedenen Währungen seit 2001

Seit dem Jahr 2001 konnte der Goldpreis gemessen an den neun weltweit wichtigsten Währungen um durchschnittlich rund 9 Prozent pro Jahr zulegen, Silber stieg im gleichen Zeitraum um mehr als 7 Prozent pro Jahr (Stand Ultimo 2017). Dieser Anstieg zeigt spiegelbildlich das Dilemma des zunehmenden Kaufkraftverlustes aller Währungen an.

Goldrenditen in verschiedenen Währungen seit 2001

Goldrenditen seit 2001 – Zum Vergrößern bitte klicken

Goldrendite in verschiedenen Währungen seit 2001

Silberrenditen seit 2001 – Zum Vergrößern bitte klicken

Gold in unterschiedlichen Währungen

Neben dem Goldpreis in Euro ist im weltweiten Handel zudem die Beziehung zwischen dem Edelmetall und der US-amerikanischen Währung von großer Bedeutung. Dennoch bewerten Kapitalanleger, die weder aus dem europäischen noch dem amerikanischen Raum stammen, Gold in den Währungen ihres Landes. Um die Entwicklung des Goldmarktes richtig einzuschätzen ist es also wichtig, den Wert des Edelmetalls in allen relevanten Währungen zu betrachten. Denn nur so kann die Wertentwicklung von Gold frei von Fehleinschätzungen beurteilt werden.

Neben in Dollar gemessenen Goldpreisbewegungen bildet somit auch die Veränderung von Wechselkursen zwischen dem US-Dollar und anderen Währungen einen wichtigen Faktor wenn es darum geht, in Gold zu investieren. Denn genau diese Wechselkurse zwischen den Währungen verschiedener Länder beeinflussen den Goldpreis auch in anderen Währungen, wie beispielsweise dem Euro.

Nur Gold und Silber erfüllen Geldfunktion der Wertaufbewahrung

Gold und Silber als ultimative Währungen der letzten Instanz bieten historisch belegt den bestmöglichen Schutz gegen unseriöse Geldpolitik sowie Finanz- und Währungskrisen. So setzten die als euphemistisch als „Rettungsprogramme“ bezeichneten „unkonventionellen“ Notenbankmaßnahmen eine seit dem Jahr 2001 andauernde langfristige Hausse der Gold- und Silberpreise in Gang – zwischenzeitliche Preiskorrekturen bieten seither immer wieder besonders attraktive Einstiegs- oder Nachkaufgelegenheiten!

Wichtig zu verstehen ist, dass steigende Gold- und Silberpreise lediglich den sich beschleunigenden Wertverlust aller ungedeckten Währungen weltweit aufzeigen. Neben dem Zwecke des Tauschmittels und der Recheneinheit gehört auch die Wertaufbewahrung zu den Aufgaben einer Währung.

Nur Gold und Silber vermögen heute den langfristigen Schutz der Kaufkraft zu leisten und dienen somit als Hort der Sicherheit zur Konservierung von Ersparnissen für die Zukunft!

Durchschnittsrenditen Gold seit 2001

Durchschnittsrenditen von Gold im Zeitverlauf – Zum Vergrößern bitte klicken

Übersicht Silberrenditen seit 2001

Durchschnittsrenditen von Silber im Zeitverlauf – Zum Vergrößern bitte klicken

„Gold funktionierte seit der Zeit Alexander des Großen. Wenn etwas über zweitausend Jahre Bestand hat, ich denke, dann nicht aufgrund von Vorurteilen oder einer falschen Theorie.“

Bernard Baruch, US-amerikanischer Finanzier (1870-1965)

Aktuelle und historische Goldpreisentwicklung – In Euro und US-Dollar

Die Geschichte der Goldkursentwicklung

Seit mehreren Tausend Jahren wird Gold als Tausch- und Zahlungsmittel genutzt, da es aufgrund seiner Seltenheit und seiner Beständigkeit einen konstant hohen Wert aufweist. Mit dem zunehmenden Tausch von Ware gegen Ware wurde eine Währung notwendig, um im Rahmen des Tauschhandels einen Gegenwert für die Waren vereinbaren zu können. Als eine Art erste Währung wurden Edelmetalle herangezogen, da die hieraus hergestellten Münzen leicht zu transportieren waren und zudem einen gleichbleibenden Wert nachwiesen. Der Wert dieser Währung wurde immer auf Basis des Goldgehaltes der Münzen gemessen, sodass ein Goldkurs zu dieser Zeit nicht notwendig war. Da der Wert von Goldmünzen schon bald nicht mehr anhand ihres Metallwertes festgemacht wurde, kam es schließlich zur Goldkursentwicklung. Seit dem 17. Jahrhundert wird der Goldkurs täglich in London festgelegt.

Wie kommt der Goldpreis zustande?

Der aktuelle Goldpreis am Finanzmarkt orientiert sich an der Angebots– und Nachfragesituation für Gold. Im Rahmen der Ermittlung der Goldkursentwicklung wird verschiedenen Faktoren eine wichtige Rolle zugeschrieben, wobei insbesondere Inflationsängste im Rahmen von politischen oder wirtschaftlichen Krisen, kurzfristige Ereignisse und Spekulationen, aber auch langfristige Erwartungen und die Finanzmarktdevisen von hoher Relevanz sind. Da das Edelmetall Gold vorwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch die wirtschaftliche Lage in den USA sowie der derzeitige Ölpreis den aktuellen Goldpreis in Euro. Dieser kann durch eine Umrechnung anhand des aktuellen Wechselkurses leicht aus dem, an den Börsen gehandelten Goldpreis in US-Dollar, ermittelt werden.

Neben den Goldfördermengen und der Goldnachfrage beeinflusst auch das Anlegerverhalten die Wertentwicklung von Gold. Der Wertverlust des Euro schürt die Angst vor Inflation und den damit verbundenen finanziellen Erwartungen für die Zukunft. Die Goldkursentwicklung richtet sich zudem nach den Notenbanken und deren Tätigkeiten bezüglich des Goldkaufs. Käufe und Verkäufe großer Goldmengen tragen zu einer hohen Volatilität des Goldpreises bei.

Bei der Bemessung des Goldpreises in Euro muss beachtet werden, dass der Anstieg des Wertes für eine Unze Gold nicht immer einen Wertanstieg des Goldes widerspiegelt, sondern möglicherweise lediglich im Wertverlust von Euro begründet ist. Die positive Wertentwicklung von Gold ist vor dem Hintergrund der liquiditätsorientierten Politik der Notenbanken häufig auf den sinkenden Wert von Währungen zurückzuführen.

Im Überblick: Einflussfaktoren auf die Wertentwicklung von Gold

Folgende Faktoren beeinflussen die Wertentwicklung des Goldpreises:

  • Angebots– und Nachfragesituation für Gold (z.B. in Industrie oder Technologie)
  • Politik und Wirtschaft
  • Kurzfristige Ereignisse mit Einfluss auf den Finanzmarkt, z.B. der Brexit
  • Wertentwicklung anderer Währungen
  • Aktueller Ölpreis
  • Verhalten der Anleger und Investoren
  • Inflationsängste

Goldcharts: Goldkursentwicklung in Euro und US-Dollar

Der Wert des Edelmetalls Gold unterliegt stetigen Schwankungen. Die folgenden Diagramme zeigen historische und aktuelle Goldpreise in Euro und US-Dollar. Mit Hilfe der Kurs-Diagramme können Sie sich die Edelmetallkurse entweder über mehrere Jahre anschauen oder aber durch einen Klick auf “Jahr” oder “Monat” die Ansicht weiter detaillieren. Markieren Sie einen Bereich im Diagramm und erhalten Sie lediglich zu dieser Auswahl Informationen über den Wert von Gold in diesem Zeitraum.


Goldpreis in Euro und seine Wertentwicklung


Goldpreis in US-Dollar und seine Wertentwicklung

Goldpreisentwicklung 2017 – Ein Rückblick

Goldpreisentwicklung 2017 in Euro pro Unze

Der Goldpreis in Euro für eine Feinunze (31,1 g) ging im Jahr 2017 minimal um 8 € (-0,8 %) zurück. Hintergrund des leichten Preisrückgangs war eine enorme Stärke der Europäischen Gemeinschaftswährung, die im Jahresverlauf um 14% gegenüber dem US-Dollar aufwertete. Berücksichtigt man diese Stärke, so hat sich der Goldpreis relativ stark gehalten. In den USA steigen die Zinsen und die Geldmenge wird reduziert, während die dortige Wirtschaft im Umfeld von Steuersenkungen boomt, was den Dollar eigentlich stärken sollte. Europa fährt hingegen eine diametral gegensätzliche Geldpolitik von Niedrigzinsen und dem gleichzeitigen Drucken von frischen Geld in Höhe von 30 Milliarden Euro monatlich, was destruktive Auswirkungen auf den Euro hat. Gleichzeitig erfährt Europa Steueranhebungen und einen massiven Ausbau der Bürokratie mit einer Zentralisierung Richtung Brüssel, während Millionen Migranten in die Wohlfahrtsstaaten einwandern und diese an ihre Grenzen ihrer Belastbarkeit bringen, was den Volkswirtschaften schadet. Die EZB ist mittlerweile der einzige Halter italienischer Staatsanleihen, was zeigt, wie labil der Euro und die politische EU sind. Der einzige Grund für den starken Euro des Jahres 2017 ist in einer ausgeklügelten Medienkampagne zu finden, welche Investoren aus dem Dollar in den Euro treibt, wobei Spekulanten an den Terminmärkten zum Jahresbeginn 2018 historisch einmalig hohe Extrempositionen halten. Für das Jahr 2018 erwarten wir daher einen Sentimentwechsel bei den Investoren und einen schwächeren Euro, der den Goldpreis insbesondere in Euro stützen wird.
Goldpreisentwicklung in Euro pro Unze 2017

Goldpreisentwicklung in Euro pro Unze 2017 – Zum Vergrößern bitte klicken

Goldpreisentwicklung 2017 in USD pro Unze

Goldpreisentwicklung in USD pro Unze 2017

Goldpreisentwicklung in USD pro Unze 2017 – Zum Vergrößern bitte klicken

In der US-amerikanischen Leitwährung stieg der Goldpreis aufgrund des schwachen Dollars hingegen um 13% an, was einem Plus von 153 $ je Feinunze entspricht. Gold hat damit aufs Neue bewiesen, wie es den Kaufkraftverlaust einer Währung auszugleichen und das Vermögen von Sparern und Investoren zu schützen vermag. Im Jahresverlauf hob die amerikanische Notenbank dreimal die Zinsen in je 0,25% Schritten bis auf 1,5% an, was dem US Dollar jedoch nicht zur Stärke verhalf. Da die Zinsanhebungen aufgrund der grassierend hohen realen Shadowinflation gerechtfertigt sind, konnte Gold – ähnlich der siebziger Jahre – unter steigenden Zinsen deutlich hinzugewinnen. Da die Zinsanhebungen inflationsinduziert sind, wird Gold mittel- bis langfristig auch weiter im Gleichlauf mit steigenden Zinsen ansteigen.

Hintergründe zur Goldpreisentwicklung 2017

Wie auch schon in den drei Vorjahren markierte der Zeitpunkt des Jahreswechsels 2016/2017 den Startpunkt einer zunächst dynamischen Aufwärtsbewegung bei den Edelmetallen, die bis Anfang September anhielt. Bis dahin konnte der Goldpreis bis auf 1.360 USD (+18%) hinzugewinnen. Entgegen der landläufig bekannten Saisonalität von Gold kam es in den vergangenen vier Jahren im vierten Quartal immer zu deutlichen Preisrückgängen, wobei das Tief immer zwischen Mitte Dezember und Neujahr erreicht wurde.

Der deutliche Preisanstieg der Edelmetalle ist umso erstaunlicher, da alle konkurrierenden Anlageklassen sehr gefragt waren und Aktien neue Rekordhochs erreichten, während die Immobilienmärkte weiter haussierten, während lediglich die Anleihemärkte aufgrund zu niedriger Renditen uninteressant für Investoren waren. Auch die Manie am Markt der kryptografischen Buchungsprogramme, oftmals auch Kryptowährungen genannt, mit ihren gigantischen Kursgewinnen von mehreren Tausend Prozent, zog viele Spekulanten, Investoren und insbesondere Kleinanleger in ihren Bann. Das krisenfreie Umfeld immer steigender Aktienmärkte und hoher spekulativer Gewinne mit Bitcoin und Co. schuf ein unbeschwertes, fast euphorisches Klima, in welchem Gold völlig aus den Medien verschwand und von der Masse kaum mehr nachgefragt wurde.

Dass der Goldpreis stark blieb, ist smartem Geld zu verdanken, dass die historisch real günstigen Preise sowie die Sturmzeichen für die Aktienmärkte am Horizont erkennt und vorausschauend in Gold investiert.

Wie sieht die zukünftige Wertentwicklung für Gold aus?

Die Hausse am Aktienmarkt läuft bereits seit neun Jahren, seitdem die US-Notenbank erstmals die Druckerpresse anwarf, um das weltweit verflochtene Bankensystem und die westlichen Regierungen vor dem völligen Bankrott zu bewahren. Die Märkte begannen sofort die Währungsabwertungen durch die lockere Geldpolitik in die Preise zu eskomptieren, was die Grundlage für die aktuell immer noch andauernde Hausse legte. Zum Beginn des Jahres 2018 erreicht der Dow Jones aktuell erstmals 26.000 Punkte, wobei der letzte Anstieg um 1.000 Punkte gerade einmal 9 Handelstage benötigte. An den Märkten herrscht Euphorie und die Gefahr eines Platzens der Blase ist erstmals aufgrund einer weltweiten Änderung in der Geldpolitik für 2018 gegeben. Durch die Rückführung der Geldmenge in den USA und das allmähliche Auslaufen weltweiter QE-Programme, wird die Liquiditätsversorgung der Märkte von einst 200 Mrd. monatlich auf Null in diesem Jahr fallen.

Da diese Konjunkturblüte lediglich auf dem Drucken neuen Geldes und somit auf Sand gebaut wurde, sind die Märkte und die Volkswirtschaften sehr anfällig für Rezessionen und Crashs am Aktienmarkt, sowie steigende Zinsen, sobald die Liquiditätsversorgung abreißt. Dies könnte die westlichen Volkswirtschaften in eine tiefe Rezession oder gar Depression stürzen, auf welche die Notenbanken mit etwas Zeitverzögerung letztlich wieder mit dem erneuten Drucken von Geld reagieren werden. Inflationsinduziert steigende Zinsen bei gleichzeitig rezessiven Umfeld wird den Goldpreis, ähnlich den siebziger Jahren, in einem stagflationären Umfeld massiv ansteigen lassen, da dieser als sicherer Hafen in jeder Hinsicht gesucht sein wird. Das Auslaufen der QE-Programme und das Ende der Liquiditätsversorgung der Märkte stellt in 2018 einen Wendepunkt dar, der den Goldpreis langfristig stark stützen dürfte. Die Edelmetalle, insbesondere Gold und Silber, könnten aktuell am Vorabend einer neuen Hausse über die nächste Dekade hinweg stehen

Aktuelle und historische Silberpreisentwicklung – In Euro und US-Dollar

Im Überblick: Einflussfaktoren auf die Wertentwicklung von Silber

Folgende Faktoren beeinflussen die Wertentwicklung des Silberpreises:

  • Angebots– und Nachfragesituation für das Edelmetall Silber (z.B. in der Elektrotechnik, Lebensmittelindustrie, Chemie und Pharmazie)
  • Politik und Wirtschaft
  • Kurzfristige Ereignisse mit Einfluss auf den Finanzmarkt
  • Aktueller US-Dollar-Kurs (Silber wird in US-Dollar gehandelt)
  • Verhalten der Anleger und Investoren
  • Spekulationen
  • Inflationsängste, Vertrauensverluste in die Papierwährungen
  • Preisentwicklung von Gold (Silber wird aufgrund seiner monetären Eigenschaften als Alternative zu Gold angesehen)

Silbercharts: Silberkursentwicklung in Euro und US-Dollar

Der Wert des Edelmetalls Silber unterliegt stetigen Schwankungen. Die folgenden Diagramme zeigen historische und aktuelle Silberpreise in Euro und US-Dollar. Mit Hilfe der Kurs-Diagramme können Sie sich die Edelmetallkurse entweder über mehrere Jahre anschauen oder aber durch einen Klick auf “Jahr” oder “Monat” die Ansicht weiter detaillieren. Markieren Sie einen Bereich im Diagramm und erhalten Sie lediglich zu dieser Auswahl Informationen über den Wert von Silber in diesem Zeitraum.


Silberpreis in Euro


Silberpreis in US-Dollar

Silberpreisentwicklung 2017 – Ein Rückblick

Silberpreisentwicklung 2017 in Euro pro Unze

Entgegen dem Vorjahr, in welchem Silber besser performte als das Gold, schnitt es im Jahr 2017 schlechter ab. Ein Minus von einem Euro (-6,78 %) verbuchte Silber im Umfeld extrem schwacher Investmentnachfrage. Es liegt in der Natur des Silbers, dass es bei starker Nachfrage nach Gold deutlicher steigt und bei schwacher Nachfrage fast gänzlich von Investoren gemieden wird und so schlechter performt. Angesichts der neunjährigen Hausse verwundert dies nicht und so wurde die Unterseite der langfristigen Handelsspanne mit einem Tief bei 13 € je Feinunze noch einmal erreicht.

Silberpreisentwicklung in Euro pro Unze 2017

Silberpreisentwicklung in Euro pro Unze 2017 – Zum Vergrößern bitte klicken

Da Silber relativ zur Ausweitung der Geldmenge historisch unterbewertet ist, stellt die Unterseite dieser fünfjährigen Handelsspanne im Bereich um die 13 € ein natürliches unteres Preisniveau dar, das in etwa dem Tief zur Jahrtausendwende bei 5 € je Feinunze entspricht. Silber ist historisch günstig, was sich auch in seinem Verhältnis zum Goldpreis (Gold-Silber-Ratio), das auf 78 gestiegen ist, deutlich zeigt.

Aufgrund der industriellen Verwendung von Silber und dessen ständigen Verbrauchs, ist im nächsten Bullenmarkt mit einem Engpass und einer Outperformance von Silber zum Gold zu rechnen. Dann dürfte das Ratio, das aktuell noch bei 78 notiert, wobei 80 eine historische Obergrenze darstellt, in den kommenden zehn Jahren wieder bis in den Bereich von 30-50 fallen. Demnach sollte Silber in etwa doppelt bis dreimal so stark ansteigen wie der Goldpreis auf Sicht der kommenden zehn Jahre. Langfristig orientierte Investoren sollte daher vermehrt auf Silber setzen und dies in einem Edelmetalldepot strategisch zum Gold deutlich übergewichten, um bei einem Ratio zwischen 30-50 das Silber dann wieder gegen Gold zu tauschen. Auf diese Weise lässt sich eine deutliche Outperformance von mehreren Hundert Prozent über die Jahre verwirklichen. Wir vermuten, dass die Outperformance von Silber zum Gold im Laufe des neuen Bullenmarktes sukzessive zunehmen wird und das Jahr 2018 auch hier einen Wendepunkt mit wieder fallendem Ratio sein könnte.

Gold-Silber-Ratio - 1975-2017

Silberpreisentwicklung 2017 in USD pro Unze

Silberpreisentwicklung in USD pro Unze 2017

Silberpreisentwicklung in USD pro Unze 2017 – Zum Vergrößern bitte klicken

Aufgrund des schwachen Dollars, konnte der Silberpreis in US-Dollar je Feinunze (31,1 g) ein Plus von einem Dollar (+6,4 %) vorweisen in 2017. Im Tief wurden 14,40$ erreicht, wobei 14$ seit fast fünf Jahren eine langfristige Unterstützungszone darstellt. Die drei Zinsanhebungen der US-Notenbank konnten der amerikanischen Währung nicht zur Stärke verhelfen. Die schwache Investmentnachfrage wurde durch die gestiegene Nachfrage aus der verarbeitenden Industrie teilweise ausgeglichen. Aufgrund einer weiterhin restriktiven Geldpolitik in den USA und weiterer Steuererleichterungen seitens der US-Regierung ist einerseits mit einer weiterhin starken industriellen Nachfrage zu rechnen und andererseits einer Schwäche durch deinen stärkeren US Dollar. Unter dem Strich dürfte sich für aufgrund der historisch günstigen Bewertung der Silberpreis im kommenden Jahr leicht erholen, wobei der Preisanstieg in US Dollar etwas geringer ausfallen dürfte. Sollte es zu einem Einbruch der Aktienmärkte kommen, könnte eine erneute Risikoaversion der Investoren schnell zu massiven Investments in das unterbewertete Silber führen. Da die überirdisch verfügbaren Bestände sehr gering sind und die Marktkapitalisierung sehr gering ist, dürfte Silber selbst im kurzzeitig deflationären Umfeld deutlich davon profitieren. Sollten sich die Notenbanken später für erneute QE-Programme aussprechen, so wäre dies das Fundament einer Vervielfachung der Silberpreises und eines mehrjährigen Bullenmarktes.

 

Aktuelle und historische Gold-Silber-Ratio

Unter der Gold-Silber-Ratio wird das Verhältnis des Goldpreises und Silberpreises zueinander verstanden. So kann mithilfe dieses Verhältniswertes ermittelt werden, wie viele Unzen Silber für eine Unze Gold eingetauscht werden können. Besonders im Hinblick auf Investitionsentscheidungen bietet die Gold-Silber-Ratio eine entscheidende Hilfe, da so eine optimale Verteilung des vorhandenen Kapitals auf die verschiedenen Anlagemöglichkeiten ermittelt werden kann. Dabei entwickelt sich die Ratio nicht in allen Fällen parallel zu den Gold- und Silberkursen, weswegen Kursverluste durch ein Beachten der Gold-Silber-Ratio nicht unbedingt umgangen werden können.


Gold-Silber-Ratio aktuell und historisch

2018-01-19T15:54:55+00:00