Geld ist nicht gleich Währung – Wie aus Münzen wertloses Papiergeld wurde

Nachdem wir uns die Entwicklung von der Tausch- bis zur Geldwirtschaft – und damit die Entstehungsgeschichte unseres heutigen Papier- und Buchgeldes – angeschaut haben, wollen wir uns nun zunächst mit den Begriffen „Geld“ und „Währung“ näher auseinandersetzen und erörtern, welche Kriterien Geld überhaupt erfüllen muss, um schließlich die Ursache für die heutige Staatsverschuldung zu ergründen.

Dazu zunächst eine ganz grundlegende Frage: Was ist überhaupt Geld und wie unterscheiden sich Währungen davon?

Geld – das sind die vom Staat hergestellten Münzen und Banknoten, die als Zahlungsmittel verwendet werden und somit einen gewissen Wert besitzen. Es ist ein essentieller Bestandteil unseres Lebens, der in der heutigen Gesellschaft als Tauschmittel, Recheneinheit und Wertaufbewahrungsmittel fungiert.

Im Gegensatz dazu werden die in einer Wirtschaftsregion gültigen Münzen und Banknoten und das damit staatlich geregelte Geldwesen eines Landes als Währung bezeichnet.

Der wohl bedeutendste Unterschied zwischen Geld und Währung liegt in ihrem Wert. Während Geld einen festen, unveränderlichen Wert besitzt, handelt es sich bei einer Währung lediglich um die Darstellung eines Wertes, der sich im Laufe der Zeit verändern kann. Eine Währung beschreibt also die gesetzlichen Rahmenbedingungen, mit denen das Geldwesen definiert ist.

In der folgenden Tabelle haben wir für Sie die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale von Geld und Währung noch einmal übersichtlich zusammengefasst:

Tabelle - Geld-Währung-Funktion-Wert

Besonders in Zeiten einer bevorstehenden finanziellen Wende ist es wichtig, die Bedeutung von Geld und Währung zu verstehen und deren Entstehung und Entwicklung zu kennen. Denn wer verstanden hat, wie die globale Wirtschaft funktioniert, dem ist es möglich, aus dem derzeit stattfindenden Umschwung zu profitieren.

„Wer der Meinung ist, dass man für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit ist.”

Benjamin Franklin (1706-1790)

Geldschöpfung aus dem Nichts – Von Münzen zu Papiergeld

In unserem Beitrag „Von der Tausch- zur Geldwirtschaft – Damals und heute“ haben wir bereits erläutert, dass zu Beginn der Münzgeldwirtschaft die Münzen noch einen intrinsischen Wert besaßen, bzw. in den Anfängen der Papiergeldwirtschaft alle Quittungen materielle gedeckt waren. Wie aber kam es dazu, dass diese Deckung des im Umlauf befindlichen Münz- und Papiergeldes nicht mehr gegeben ist?

Die unendliche Geschichte der  Zinsschuld

Durch die begrenzte Anzahl an in Umlauf gebrachten Münzen wurde Geld zunehmend als Spar- und Hortungsmittel genutzt. Wer kein Geld besaß, es aber dennoch als Tauschmittel nutzen wollte, sah sich gezwungen, das wertvolle Edelmetall von Geldbesitzern zu leihen. Für diese Art der Bereitstellung von Gold war eine Vergütung in Form von Zinsen vorgesehen. Die oftmals unmögliche Begleichung der Zinsen resultierte in Zahlungsunfähigkeit und somit in einer Schuldenfalle für die Gesellschaft. Denn solange nicht mehr Geld in Umlauf gebracht wurde, konnten die Zinsen niemals bezahlt werden, da die Herstellung weiterer Münzen in erneuten Zinsabzügen resultieren würde – ein endloser Teufelskreis.

Mit Beginn der Lagerung von Münzen in Tresorräumen übernahmen Quittungen – entsprechend dem Wert der eingelagerten Geldmenge – die Zahlungsfunktion der Münzen. Mit fortschreitender Zeit wurden die in den Tresorräumen gelagerten Münzen weiterverliehen und so durch das Ausstellen von weiteren Quittungen ein Mehrfaches des eigentlich vorhandenen Goldes vergeben. Dieser Goldverleih erwies sich als gutes Geschäft, sodass schon bald auch Quittungen in Tresoren gelagert und die Geldbeträge lediglich schriftlich von einem Konto auf ein anderes übertragen wurden – völlig ohne den physischen Geldtransfer.

Um Betrügern die Fälschung dieser begehrenswerten Scheine zu erschweren, führte die Regierung auf ein Spezialpapier gedruckte Belege ein: die ersten Banknoten.

Münzumlauf - Zinsen - Grafik

„Gold und Silber besitzen einen inneren Wert, der nicht willkürlich ist. Er hängt ab von deren Knappheit, der Menge an Arbeit, die deren Beschaffung gewidmet wird und er liegt im Wert des Kapitals, das in den Minen steckt, die sie hervorbringen.“

David Ricardo, britischer Ökonom (1772-1823)

Staatsverschuldung – Nicht nur ein Phänomen der Vergangenheit

Mit dem kontinuierlichen Druck von Banknoten stieg das verwaltete Vermögen der Regierung stark an. Schon bald wurden hohe Summen an Geld verliehen, die physisch – in Form von Gold – überhaupt nicht vorhanden waren. Verschuldung war die Folge.

Und genau dieses Problem besteht auch noch heute.

Das Schaubild zeigt die Staatsverschuldung einiger EU-Mitgliedsstaaten in Relation zu ihrem Bruttoinlandsprodukt. Neben den Daten aus dem Jahr 2015 wird zusätzlich eine Prognose für den Rest des Jahres 2016 sowie für 2017 bereitgestellt.

Diagramm-Prognose zur Staatsverschuldung-2015-17
Schulden-Schuldenzinsen-Kreditaufnahme Kreislauf

Staatliche Schulden entstehen, sobald die Steuern die Finanzierung der Ausgaben nicht mehr decken und die Ausgaben des Staates dessen Einnahmen somit übersteigen. Darüber hinaus werden bestehende Verschuldungen durch Schuldzinsen in die Höhe getrieben, da Kredite aufgenommen werden müssen, um Zinsen der Vergangenheit zu begleichen.

Zudem steigen die Ausgaben für Versorgungsleistungen, die der Staat zur Sicherung des Lebensunterhalts genehmigt. Darunter fallen beispielsweise Berufsgruppen, die ihr Gehalt vom Staat beziehen. Die Folge einer Verschuldung sind erneute Zinsen, die beglichen werden müssen.

Dies schränkt zum einen den Handlungsspielraum für die Berichtigung auf der Steuer- und Abgabenseite stark ein. Zum anderen werden aktuelle und nachfolgende Generationen durch eine höhere Abgabenlast in Form von steigenden Zinssätzen oder erhöhten Steuerbeiträgen beansprucht. Der Versuch seitens des Staates, die Schuldenbelastung möglicherweise durch eine Inflation zu bereinigen, führt in jedem Fall zu einem Vermögensverlust der Gläubiger. Denn eine Erhöhung der Geldmenge resultiert unweigerlich zu deren Wertverlust, sodass die Einführung einer neuen Währung zwar die Schulden des Staates minimiert, aber das Guthaben aller Sparer vernichtet.

Inflationszyklus

Tauschmittel versus Geld – Ein Vergleich

Nachdem wir nun wissen, dass die Regierung immer mehr Geld gedruckt hat, ohne dass diese in irgendeinem Sinne materiell gedeckt ist, wollen wir ein kleines Ratespiel spielen.

In dem folgenden Bild sehen Sie einen Stapel Monopoly-Geld, daneben die verschiedenen Euro-Scheine sowie eine niederländische Goldmünze. Welche dieser drei „Geldformen“ unterscheidet sich Ihrer Meinung nach von den anderen zwei?

Monopoly - Euro - Goldmünzen
Fragt man beispielsweise eine Gruppe Elite-Professoren bekommt man wahrscheinlich die Antwort, dass das Monopoly-Geld nur Papier aus einem Spiel sei, Gold wiederum nicht als Geld fungiere und sich somit der Euro von den anderen beiden deutlich unterscheide, da dieser im Gegensatz zu den anderen beiden unsere Kaufkraft sicher lagere.

Stellen Sie dieselbe Frage jedoch einem Kind, so wird Antwort womöglich sein, dass sich die Goldmünze vom Rest unterscheide, da die anderen zwei Gegenstände nichts weiter als ein Häufchen Papier seien.

 


 

Was war Ihre Antwort?

Bei unserer heutigen Währung handelt es sich also um Fiatgeld – Geld, das neben dem äußeren Tauschwert keinerlei inneren Wert besitzt. Die Regierung lässt uns in dem Glauben, dass das Papiergeld unsere Kaufkraft sicher lagert, obwohl die Deckung der Papierwährung durch reale Vermögenswerte nicht vollständig vorhanden ist oder gänzlich fehlt.

Die Frage, die sich aus dem vorangegangenen Ratespiel also stellt: Wann darf also Geld überhaupt als Geld bezeichnet werden? Was unterscheidet Geld von einem Tauschmittel? Und welche Eigenschaften müssten erfüllt werden, um etwas als „sicheres Geld“ bezeichnen zu können?

Geld und Edelmetalle – Die große Chancen von Gold und Silber

Die Grundeigenschaften von sicherem Geld sind Echtheit und Stabilität. Die Verlässlichkeit auf dessen Wert ist essentiell. Denn wer heute Geld verdient, will sich schließlich sicher sein, dass er morgen noch etwas dafür kaufen kann. Zwar ist dies momentan im Hinblick auf unsere Währung der Fall, doch die Kaufkraft unseres Geldes ist stark abhängig von den inflationären Tendenzen in unserer Wirtschaft.

Die beste Möglichkeit, sich selbst vor Wertverlust zu schützen und demnach die eigene Kaufkraft zu bewahren, besteht in der Investition in Edelmetalle wie Gold und Silber. Der Grund, warum diese Metalle besonders im Hinblick auf eine schwächelnde Währung als Geld geeignet sind, liegt an deren einzigartigen Eigenschaften:

Freigestellte Goldstücke und Silberstücke
  • Echtes Geld muss als Tauschmittel fungieren können. Das setzt voraus, dass es liquide und leicht handelbar ist und zwischen dem Preis des Erwerbs und dem Preis des Verkaufs kaum Transaktionskosten anfallen.
  • Die Teilbarkeit der beiden Edelmetalle Gold und Silber, ohne dabei deren Wert zu mindern, führt zu einer hohen Liquidität, sodass große Wertmengen in kleiner Größe aufbewahrt werden können. Das Kriterium der leichten Transportierbarkeit ist somit ebenfalls erfüllt.
  • Durch die bedingte Vermehrbarkeit erfüllen Gold und Silber den Anspruch an die Mengenknappheit bzw. Mengenbeschränkung. Der Wert der Edelmetalle ist von einer möglichen Inflation als Folge eines Überangebots an Geld nicht betroffen, sodass die Kaufkraft der Metalle nicht verloren geht
  • Gold und Silber sind Rechnungseinheiten und besitzen überall den gleichen Wert. Dies führt zur Standardisierbarkeit der beiden Edelmetalle.
  • Die Haltbarkeit macht die Edelmetalle zu einem beständigen Vermögensschutz. Gold und Silber korrodieren nicht und bieten Schutz vor Währungsreformen. Gold hat über Jahrhunderte hinweg seinen Materialwert behalten.

„Echtes Geld“: Edelmetalle und Münzen

In der untenstehenden Tabelle haben wir für Sie einmal historische und aktuelle Tauschmittel betrachtet und diese anhand der obenstehenden Kriterien auf deren Eignung als Geldmittel geprüft. Welche der aufgeführten Tauschmittel erfüllen wohl die einzelnen Eigenschaften an „sicheres Geld”?

Die Übersicht verdeutlicht schnell:

Lediglich Edelmetalle und alle auf diesen basierenden Erzeugnissen erfüllen alle Kriterien für „echtes Geld“.

Tabelle Tauschmitteleigenschaften im Vergleich

Warum eine Investition in Edelmetalle jetzt besonders sinnvoll ist

Das Problem des Geldes liegt also nicht im Geld selbst, sondern in seiner mangelnden Absicherung mit Reserven. Der innere Wert von ungedecktem Papiergeld beträgt letztendlich Null. Es basiert lediglich auf Zahlungsversprechungen, sodass ein Eintausch von Geld in materielle Werte nicht notwendigerweise gewährleistet werden kann. Da einzelne Banknoten also nicht mehr gedeckt werden müssen, können die staatlichen Notenbanken ihre Geldmengen nach Belieben vergrößern. Die Folge ist ein gewaltiger Inflationsprozess, der auf längere Sicht die Kaufkraft unserer Währung vermindern wird.

Um die Vergänglichkeit des ungedeckten Papiergeldsystems und die damit einhergehende Geldentwertung zu den eigenen Gunsten zu nutzen, ist es wichtig, sich jetzt über die Notwendigkeit eines Vermögensschutzes bewusst zu werden. Die Edelmetalle Gold und Silber werden auch in Zukunft ihre Funktion als stabiles Wertaufbewahrungsmittel beweisen können, weshalb genau jetzt – während der finanziellen Krise – der richtige Zeitpunkt ist, das eigene Vermögen mit Edelmetallinvestments abzusichern, um in Zukunft daraus profitieren zu können.

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